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In dieser Ausgabe

Schwerpunkt «Natur»

Lucas Cranach der Ältere: Hirschjagd des Kurfürsten Friedrich des Weisen von Sachsen (1529). Öl auf Lindenholztafel. Bild: Wikimedia.
Der Gesellschaftsvertrag der Natur

Kooperation beginnt nicht erst mit Verträgen oder staatlicher Ordnung. Sie hat eine natürliche Vorgeschichte: Menschen beobachten einander, deuten Signale, bauen Vertrauen auf, ahmen erfolgreiches Verhalten nach – und stabilisieren so allmählich gemeinsame Normen.

Wahres Recht entsteht nicht am Reissbrett, sondern aus der gewachsenen Ordnung menschlicher Beziehungen. Im Bild der Gerechtigkeitsbrunnen in Bern. Bild: Keystone/EQ MAGES/Manu Friederich.
Staaten können Gesetze produzieren, aber kein Recht

Recht und Gesetz werden oft gleichgestellt, dabei sind sie grundverschieden. Recht kann nicht geschaffen, sondern nur entdeckt werden – es basiert auf der menschlichen Natur.

In Frankreich fusst Kultur nicht zuletzt auf Kulinarik: Snack am Nachmittag in einem Pariser Bistro. Bild: Christian Felix.
Zum Fressen gern

Essen ist mehr als nur Nahrungsaufnahme. Essen ist ein gesellschaftlicher und mystischer Akt.

Martin Jucker und Erika Georget, fotografiert von Michael Straumann.
«So wie wir uns das vorstellen, werden wir nie Fleisch zu heutigen Marktpreisen produzieren können»

Regenerative Landwirtschaft oder kultiviertes Fleisch? Martin Jucker, Bauer und Betreiber der Jucker-Farm, und Foodtech-Unternehmerin Erika Georget sprechen darüber, was natürliche Ernäh-rung heute ausmacht und wie die Lebensmittelpro-duktion von morgen aussehen könnte.

«Vieles von dem, was ich sage, ist eher zu mild als zu extrem»: Veganismusaktivistin Raffaela Raab. Bild: zvg.
Warum ich militant vegan bin

Die meisten Menschen halten sich für moralisch – und handeln täglich dagegen. Kaum ein Bereich macht diesen Widerspruch so sichtbar wie unser Umgang mit Tieren.

Die landwirtschaftlichen Erträge in Indien – im Bild Reisanbau – sind in den vergangenen Jahrzehnten stark gestiegen. Bild: Keystone/imageBROKER Firdous Parray.
Die grosse Umweltapokalypse wurde immer wieder
angekündigt – doch sie blieb aus

Seit Jahrzehnten warnen Umweltaktivisten vor globalen Katastrophen. Viele dieser Prognosen erwiesen sich als überzogen oder schlicht falsch. Ein Blick zurück legt nahe, auch dem heutigen Klimanarrativ mit äusserster Vorsicht zu begegnen.

Die landwirtschaftlichen Erträge in Indien – im Bild Reisanbau – sind in den vergangenen Jahrzehnten stark gestiegen. Bild: Keystone/imageBROKER Firdous Parray.
Apocalypse Not: 50 Years of
Environmental Panic – and
Almost All of It Was Wrong

For decades, environmental activists have warned of global catastrophes – yet many of these predictions have proven to be exaggerated or false. A look back shows we should approach today’s climate narratives with caution.

Bild: Pexels/Cottonbro Studio.
Wir waren schon immer Cyborgs

Die Gegner des Transhumanismus ziehen eine scharfe Grenze zwischen Natur und Technologie. Doch diese Grenze existiert nicht. Es gab keinen Urknallmoment, in dem der Mensch auf Technologie stiess – nur einen fortlaufenden Prozess der Koevolution.

Dossier «Europa»

Die KI kann Wahrheiten aussprechen ohne Angst vor Konsequenzen. Bild: Pexels/Markus Spiske.
Die Stimme ohne Interesse

Künstliche Intelligenz hat weder Gewissen noch Karriere. Befragt man sie sokratisch nach der Tötung Unschuldiger im Krieg, spricht sie eine Wahrheit aus, die älter ist als sie selbst – und die wir längst zu vergessen versuchten.

Ivan Krastev hat irgendwann aufgehört, Grenzen wahrzunehmen. Bild: Keystone/Laif/Fabian Weiss.
«Wir Europäer haben
gemeinsame Träume, doch
unsere Albträume sind national»

Die geopolitischen Verwerfungen rufen nach einer neuen europäischen Identität, sagt Ivan Krastev. Der Politologe rät der EU, weniger zu missionieren, und findet es nicht zwingend schlecht, in einem Museum zu leben.

Wo einst das World Wide Web entstand, zeigt sich heute Europas verblassender Anspruch auf die Pole-Position im Technologiebereich. Das CERN in Genf. Bild: Keystone/Christian Beutler.
Warum der europäische
Kontinent keine Tech-Giganten hervorbringt – und wie sich das ändern lässt

Einst war Europa ein Hort der technologischen Innovation. Heute ist der Kontinent vor allem Absatzmarkt und Datenlieferant für amerikanische und chinesische Technologiekonzerne. Die digitale Wertschöpfung findet längst anderswo statt – doch Europa könnte diesen Niedergang noch umkehren.

Ohne glaubwürdige Abschreckung bleibt Europa sicherheitspolitisch verwundbar. Im Bild die HMS Härnösand im Militärübungsgebiet Väddö in Stockholm. Bild: Keystone/TT News Agency/Henrik Montgomery/TT.
Europa kann sich selber verteidigen – aber vorerst ohne Deutschland

Ohne eigene nukleare Abschreckung bleibt Europa verwundbar. Der Aufbau einer nuklearen Abschreckung ist daher zwingend. Aber die Hindernisse dürfen nicht unterschätzt werden.

Papst Leo XIV. auf der Loggia des Petersdoms im Vatikan. Bild: KNA/Vatican Media/Romano Siciliani.
Liberalismus und Katholizismus gehören zusammen

Liberalismus und Katholizismus werden oft als Gegenspieler wahrgenommen. Doch ohne das christliche Fundament verkommen Freiheit und Menschenwürde zu hohlen Sentimentalitäten. Ein Plädoyer für die Rückbesinnung auf Rom – als Anker für eine krisengeschüttelte Welt.

Aktuelle Debatten

Der Mythos Amerika wird immer wieder von Neuem zu Grabe getragen. Gerade darin zeigt sich seine ungebrochene Anziehungskraft. Bild: Keystone/imageBROKER Jim West.
250 Jahre Missgunst

Den amerikanischen Traum für tot zu erklären, ist kein neuer Trend, sondern zieht sich durch die gesamte Kulturgeschichte. Von Adorno bis Baudrillard zeigt sich: Die europäische Ablehnung der USA ist oft nur eine ins Gegenteil verkehrte Bewunderung.

Antikriegsmarsch der russischen Exil-Opposition in Berlin im November 2024 mit den Kreml-Kritikern Wladimir Kara-Mursa, Julia Nawalnaja und Ilja Jaschin. Bild: Keystone/Laif/Aliona Kardash.
Demokratische Regierungen, die zensieren, schaden nicht nur den eigenen Bürgern, sondern auch mutigen Oppositionellen in Autokratien

Die EU bekämpft russische Desinformation mit Verboten. Damit stärkt sie nicht die Demokratie, sondern liefert Argumente für Putin & Co.

Die italienische Regierungschefin Giorgia Meloni zeigt auf der internationalen Bühne Fingerspitzengefühl. Bild: Keystone/EPA/Ettore Ferrari.
Lange war Italien das Sorgenkind – nun ist es plötzlich Europas Stabilitätsanker

Die traditionellen Führungsmächte Frankreich und Deutschland kämpfen mit Problemen. Die Regierung von Giorgia Meloni könnte in die Lücke springen – und zur Brückenbauerin zwischen Europa und den USA werden.

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