Dossiers

«Verantwortung und Freiheit sind die Fundamente jeglicher liberalen Ordnung.»
Jean-Pierre Bonny, Präsident der Bonny Stiftung für die Freiheit

«Die Lebensmittelindustrie muss Produkte mit weniger Zucker bereitstellen. Der Handel muss die Produkte ins Sortiment nehmen. Und der Konsument muss sie kaufen.»
Michael Beer, Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV)

«Internationale Organisationen mischen sich immer stärker in politische Fragen ein, die eigentlich souveräne Nationalstaaten auf demokratische Weise entscheiden sollten. Gehen sie zu weit? Es ist an der Zeit, ihre Rolle genauer unter die Lupe zu nehmen.»
Georges Bindschedler

«Der grosse Liberale Ludwig von Mises betonte stets die Bedeutung von gesundem Geld – nicht nur für eine gesunde Wirtschaft, sondern auch für den Erhalt eines verantwortungsvollen und schlanken Staates. Würde man dem Staat die Kontrolle über das Geld entziehen, wäre er gezwungen, im Rahmen seiner Möglichkeiten zu leben.»
Kristoffer Mousten Hansen, Ökonom

«Eine gute Verwaltung stellt sich in den Dienst der Bürger und bleibt dabei schlank und effizient. In den letzten Jahrzehnten hat sie sich jedoch von diesen Werten weit entfernt und übt nun selbst Macht aus. Es ist an der Zeit, diese Macht wieder zu begrenzen.»
Hans-Dieter Vontobel, Präsident Vontobel-Stiftung

«Der Dual-Use von Technologien ist immer ein Dilemma. Insbesondere bei der Kryptografie werden schwierige Fragen aufgeworfen, da sie die Grundlage für die Wahrung der Privatsphäre im digitalen Raum ist – und so die Guten wie auch die Bösen gleichermassen schützt. Dieses Dossier leistet einen wichtigen Beitrag zur informierten Diskussion über diese essentiellen Fragen der digitalen Zukunft.»
Heinz Karrer, Stiftungsratspräsident Hasler Stiftung

«Im Kindergarten, in der Schule, im Studium und seither im Berufsleben habe ich keinen Augenblick gedacht, der Junge beziehungsweise der Mann neben mir könne etwas besser als ich, weil er ein Mann sei. Neueste Studien, auch in diesem Heft zu finden, zeigen, dass ich mit dieser Meinung in der Minderheit bin. Hartnäckige Stereotypen, unbewusste Vorurteile und jahrhundertelange ­Lebensweisen sind für diese Haltung mitverantwortlich. Sie zu verändern, dazu reicht mir meine Lebenszeit nicht mehr. Aber wir können Männern und Frauen beratend zur Seite stehen, unseren Unternehmen Toolkits zur Verfügung stellen, die Individual­besteuerung einführen, schweizweit Ganztagesschulen anbieten und Kinderkrippen finanziell erschwinglicher machen.»
Carolina Müller-Möhl, Präsidentin der Müller-Möhl Foundation

«Das Bedürfnis zu geben und philanthropisch aktiv zu werden, ist gross. Doch um wirklich Wirkung zu erzeugen, muss man von Anfang an überlegt agieren und auf lange Frist klug und nachhaltig investieren.»
Eric Lütenegger, Präsident Rütli-Stiftung

«Das gängige Bild, das sich die Schweiz von der Europäischen Union macht, entspricht jenem von 1992, als über den EWR abgestimmt wurde. Noch war die Erinnerung an das Ende des Sowjetimperiums frisch, noch glaubte man an die Maastrichtkriterien und an das Subsidiaritätsprinzip. Aber die EU hat sich zwischenzeitlich verändert. Unter der Einwirkung verschiedener Krisen – Finanzkrise, Staatsschuldenkrise, Coronakrise – ist sie auf halbem Weg zu einer zentristisch organisierten, neuen Nation angelangt. Inwieweit sich die Schweiz darauf einlassen will oder muss: Das ist die relevante Frage.»
Konrad Hummler, Verein Zivilgesellschaft

«Wo Menschen sich für Holz statt Kohle entscheiden oder für Kohle statt Erdgas, liegt das daran, dass sie sich den jeweils teureren Brennstoff nicht leisten können, nicht aber an irgendeiner Vorliebe für schmutzige Brennstoffe.» Michael Shellenberger, Umweltaktivist und Autor
«Eine umfassende, den Bedürfnissen unserer Zeit entsprechende Bildung ist die Basis unseres Wohlstandes.»

Jean-Pierre Bonny, Präsident der Bonny Stiftung für die Freiheit

«Erst Denken, dann Sprechen lautet eine Grundregel im Sprechfunk. Erst Denken, dann Handeln lautet eine sprichwörtliche Regel. Wie die Viruskrise schonungslos aufzeigt, tut die Politik das Gegenteil. In der Folge zeigt sich ein Staatsversagen vom Beschaffen medizinischer Güter bis hin zur Impfung. Hinzu kommen willkürliche Massnahmen, zerstörte Existenzen, mit Füssen getretene Grundrechte, eine Wirtschaft am Anschlag, ein abdankendes Parlament und Begünstigung des Bestehenden bei Benachteiligung der Zukunft durch eine Privilegierung der älteren vor den jüngeren Generationen.»

Georges Bindschedler

«Der Föderalismus bringt eine ­ausserordentliche Identifikation der Bevölkerung mit den staatlichen Regeln mit sich und erlaubt es, ­Herausforderungen für geografisch unterschiedliche Gegebenheiten und Bedürfnisse massgeschneidert anzugehen. Fragen wir uns also, wie die Vorteile föderalis­tischer Entscheidungsstrukturen am besten bewahrt und nützlich gemacht werden können.»

Hans-Dieter Vontobel, Präsident Vontobel-Stiftung

Unsere Zeitschrift wird 100 Jahre alt. In unserer Jubiläumsausgabe würdigen prominente Zeitgenossen herausragende Texte, die seit 1921 erschienen sind und ihre Autoren.
«Es lohnt sich, einmal wieder grundsätzlich zu fragen: Welche Autoritäten sind es eigentlich, denen wir vertrauen? Wie erkenne ich eine Verschwörungstheorie? Und wer bestimmt, was veröffentlicht wird?»

JT International AG

«Statt eine Brille zu tragen, lassen wir heute unsere Augen gegen die Kurzsichtigkeit lasern. Werden wir in Zukunft unsere Augen gleich ganz durch ein kompaktes Computer Vision System ersetzen, um uns mit digital augmentierter Sehfähigkeit besser in der Welt zurechtzufinden?»

Heinz Karrer, Stiftungsratspräsident Hasler Stiftung

«Technologie, politischer Machbarkeitswahn und Moralisierung des Denkens bilden den Nährboden des Wandels vom aktuellen Wohlfahrtsstaat zu einem autoritären Polizeistaat. Die Überwachung Andersdenkender ist das Ergebnis: eine Ausgrenzung und Stigmatisierung durch den Staat und seine willfährigen Denunzianten – obrigkeitsgläubige Bürger wie kooperierende Unternehmungen – und damit einhergehend eine Einschränkung der Bewegungsfreiheit und der Meinungsäusserungsfreiheit der Bürger. Die gegenwärtige Pandemie ist beispielhaft: Die Wirtschaftsfreiheit wurde einer abstrakten Vorstellung von Gesundheit geopfert, die Reisefreiheit ist zur Farce geworden. Willkürlich getroffene Massnahmen werden moralisch begründet, Kritik daran als unmenschlich zurückgewiesen.»

Georges Bindschedler

«Die Zukunft unserer Gesellschaft wird von Technologie geprägt sein. Wir müssen uns deshalb schon heute anstrengen, Aspekte wie den Bitcoin zu verstehen, um uns auf den Wandel vorzubereiten und gute Entscheidungen zu fällen.»

Tito Tettamanti, Präsident des Stiftungsrates der Fondazione Fidinam