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Tipps für mehr Natur im Alltag: Gehen Sie mit dem Velo zur Arbeit!

Fitnesscenter sind langweilig und unnatürlich. Bewegung gehört in den Alltag.

Die meisten Leute sitzen den lieben langen Tag in einem geheizten Büro und starren auf ihren Bildschirm. Das ist das Gegenteil dessen, wie der Mensch über Zehntausende von Jahren gelebt hat.

Als Ausgleich geht man nach Feierabend ins Fitnesscenter und spult seine Trainingsroutine ab. Fitnessstudios sind der Versuch, das möglichst effizient zu bewerkstelligen, was der menschliche Körper einst ganz natürlich im Alltag tat: Muskeln aufbauen.

Das Training in einem sterilen Innenraum erscheint mir nicht nur widernatürlich, sondern auch ziemlich langweilig. Stattdessen versuche ich, die körperliche Bewegung, die in unserer Geschichte stets Teil des täglichen Lebens war, in den Alltag einzubetten. Ich habe mir angewöhnt, jeden Tag einen Teil meines Arbeitsweges vom Zürcher Oberland in die Stadt mit dem Velo zurückzulegen, manchmal auch den ganzen.

So habe ich am Morgen, wenn ich ins Büro komme, bereits ein schönes Stück Sport hinter mir. Die frühmorgendliche Bewegung bringt mich auch geistig auf Touren. Und abends lasse ich, während ich nach Hause pedale, den Arbeitstag Revue passieren, ordne meine Gedanken und entwickle neue Ideen.

«Die frühmorgendliche Bewegung bringt mich auch geistig auf Touren.»

Auch sonst versuche ich, Bewegung in meinen Alltag einzubauen. Ich kombiniere sie zum Beispiel mit der Kinderbetreuung, indem ich Fitnessübungen mit meinem Sohn mache oder ihn auf Velotouren mitnehme. An kaum einem Ort schläft er so schnell ein wie im Anhänger.

Übrigens ist es ein guter psychologischer Trick, kein Auto zu besitzen. So kommt man gar nicht erst in Versuchung, für den Weg zum Einkaufen oder an den Bahnhof auf die eigene Muskelkraft zu verzichten.

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