ist Professor für Allgemeine und Schweizer Geschichte der Neuzeit an der Universität Freiburg. Neu von ihm erschienen: «Die Macht der Seuche: Wie die Grosse Pest die Welt veränderte» (C. H. Beck, 2021).
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von Volker Reinhardt
Caspar David Friedrich: Der Wanderer über dem Nebelmeer (1818). Öl auf Leinwand. Bild: Wikimedia.
Der Philosoph Jean-Jacques Rousseau sah den Menschen als von Natur aus gut, aber verdorben durch die Zivilisation. Sein Denken zeigt sich in politischen Bewegungen der Gegenwart.
In Deutschland scheiterte die Revolution 1848 an ihren tiefen Spaltungen. In der Schweiz hingegen gelang es den Freisinnigen, die Dominanz einer neuen Elite durchzusetzen. Erst 1874 und 1891 brachten der breiteren Bevölkerung aktive Mitbestimmung.
In der Pandemie ist Voltaire, der sich für Wahrheit und Meinungsvielfalt einsetzte, ein besserer Ratgeber als Rousseau, der die Verbreitung gefährlicher Ideen verbieten wollte.