Mathias Binswanger

Mathias Binswanger ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Fachhochschule Nordwestschweiz und Autor von «Sinnlose Wettbewerbe. Warum wir immer mehr Unsinn produzieren» (2010).

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Mathias Binswanger

Undicht bleiben
Mathias Binswanger und Walther Ch. Zimmerli, photographiert von Thomas Burla.
Undicht bleiben

Wer kann, strebt heute nach einem höheren Abschluss. Gut so, findet der Philosoph Walther Ch. Zimmerli und plädiert für gesellschaftsweite Gesellschaftsreife. Um dann mit dem langen Herumsitzen im Schulzimmer die Berufslehre weiter zu schwächen, fragt der Ökonom Mathias Binswanger. Ein Streitgespräch über Maturaquoten und die
Konsequenzen von Kontingenten für Bildungsausländer.

Die wahren Risiken bleiben verborgen

Wie uns die Geschichte lehrt, haben Banken aus der Natur ihrer Tätigkeit heraus die Tendenz, von Zeit zu Zeit langfristig unvernünftige Risiken einzugehen, die kurzfristig hohe Gewinne versprechen. Aus diesem Grund gibt es auch eine lange Geschichte staatlicher Anstrengungen, die Risiken der Banken zu überwachen. Dies ganz besonders nach grösseren Finanzkrisen wie zu Beginn der […]

Wir leben in einem Entwicklungsland

Wenn man die Meldungen zur wirtschaftlichen Entwicklung in der Schweiz über die letzten Jahre anschaut, dann ist man manchmal nicht sicher, ob man sich in einem der reichsten Industrieländer oder vielleicht doch eher in einem Entwicklungsland befindet. Auf der einen Seite ist da von einem der weltweit höchsten Bruttonationaleinkommen pro Kopf, einem international führenden Finanzplatz, […]

Der Bundesrat befreit die Schweiz von den Bauern

Viele Politiker und Ökonomen glauben, ihre liberale Haltung dadurch beweisen zu müssen, dass sie Freihandel auch für die Landwirtschaft fordern, selbst wenn dieser massive «Bauernopfer» verlangt. Grosse Ideen in der Weltgeschichte haben eben schon immer den grosszügigen Umgang mit Problemen von Minderheiten erfordert. Auch der Schweizer Bundesrat möchte da nicht hinten anstehen und hat sich […]

Der Pseudowettbewerb führt in die Planwirtschaft

Heutige gesellschaftliche Ideale kommen in abstrakten Begriffen wie «Effizienz», «Exzellenz», «Leistung», «Wettbewerbsfähigkeit», «Innovation» oder «Wachstum» zum Ausdruck. In unzähligen Wettbewerben versuchen wir uns gegenseitig mit diesen Idealen zu übertrumpfen. Immer noch effizienter, noch exzellenter, noch wettbewerbsfähiger und noch innovativer muss man werden, auch wenn man in Wirklichkeit gar nicht genau weiss, warum und wozu. In […]