Schweizer Monat
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Wir haben eine moralische Pflicht, Flüchtlingen zu helfen. Doch die Art, wie das bislang geschah, ist falsch – mit katastrophalen Folgen.
Von Paul Collier

Paul Collier, photographiert von Lea Crespi / LUZphoto / fotogloria.

Der Bürgerkrieg in Syrien, und die Vertreibung der Hälfte der dortigen Bevölkerung, ist die Tragödie unserer Zeit. Wir können uns nicht abwenden von diesen zehn Millionen Menschen, die ihr Zuhause verlassen mussten. Wir stehen vielmehr vor einem moralischen Test, den jede anständige Gesellschaft bestehen sollte. Das Ausmass der Vertreibung ist beachtlich, aber es ist nicht unmöglich zu bewältigen: Dies ist eine Art von Katastrophe, für die das 21....
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Es ist die wohl drängendste Frage der Schweiz in diesen Jahren.
Ein Ökonom rechnet nach und gibt klare Antworten.
Von George Sheldon

George Sheldon, zvg.

In letzter Zeit werden hierzulande immer wieder Stimmen laut, die behaupten, dass die Schweiz ihr riesiges Nettovermögen an die Einwanderer verschenke und deshalb einen finanziellen Ausgleich von diesen verlangen sollte. Das «Geschenk» an die Immigranten wird etwa darin erblickt, dass Zuwanderer die Immobilien hierzulande verteuern und die hiesige Infrastruktur verknappen. Als Ausgleich wird beispielsweise eine Jahresgebühr von etwa 5000 Franken gefordert, die die...
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In Berlin regt sich absurder Widerstand gegen ein Gedicht Eugen Gomringers, das eine Hochschulfassade ziert. Ein guter Anlass für unseren ehemaligen Kolumnisten, seine lyrischen Qualitäten zu entdecken.
Von Gottlieb F. Höpli
Eigentlich muss man ja froh sein, dass Berliner Studenten nicht mehr «Ho-Ho-Ho-Chi-Minh» skandierend durch die Strassen ziehen, keine Verlagshäuser mehr blockieren oder gar «Mollis» (für jüngere Leser: Molotowcocktails) werfen. 2017 geht es in Berlin eher um den Veggie-Day in der Mensa, um die geschlechtergerechte Bezeichnung und Ausstattung der Schultoiletten – und nun immerhin sogar um ein Gedicht. Nicht um irgendein Gedicht, sondern um das Gedicht,... » Mehr
Der Arbeitsmarkt sollte die Migration steuern, nicht der Staat. Das schafft Wohlstand und Chancengleichheit und verhindert viel menschliches Leid.
Von Tobias Schlegel
Fortschritt ist kein linearer Prozess. Wir neigen dazu, die vorherrschende Ordnung der Welt als das Resultat einer stetigen Entwicklung zu betrachten, die uns langsam, aber sicher weiterbringt. Entsprechend muss der Status quo aufgeklärter sein als alles, was zuvor war – er spiegelt den neusten Wissensstand. Doch Geschichte verläuft nicht geradlinig. Es gibt Ideen, die heute als zu progressiv bekämpft werden, zu früheren Zeiten aber als völlig... » Mehr
Kurzgeschichte von Eckhart Nickel.
Mit Illustrationen von Laura Jurt.
Von Eckhart Nickel
Auf dem Markt
Mit den Himbeeren stimmte etwas nicht. Die kleinen geflochtenen Holzschalen, die Bergheim auf dem Markt immer hochhob, um zu sehen, ob sich das weisse Vlies am Boden schon von zerfallenden Früchten rötlich verfärbte, waren übervoll mit zu dunklen Beeren. Während der natürliche Prozess ihrer Auflösung sich in der Regel als Schimmel zeigte, der über die zum Platzen mürben Fruchtgefässe hinauswuchs, handelte es sich hier um einen...
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Wie sieht es aus in Merkels Deutschland vor den Wahlen? Eine Reise vom Saarland über Frankfurt und Dresden bis an die Ostsee. Text und Bild von Ronnie Grob.
Von Ronnie Grob

Eine Aussenwand des Max-Planck-Gymnasiums in Saarlouis. Es ist mit Gittern abgesperrt, weil sich wiederholt ortsfremde Personen auf dem Schulgelände aufgehalten haben.

«Das Selbstbewusstsein des Deutschen aber ist ärger, hartnäckiger und unangenehmer als das aller anderen Völker, eben weil er sich einbildet, er kenne die Wahrheit, das heisst die Wissenschaft, die er sich selbst ausgedacht hat, aber für die absolute Wahrheit hält.» Lew Tolstoi: «Krieg und Frieden»
 
Packen die Deutschen etwas an, dann immer mit Schwung und höchster Konsequenz, und sie erhalten dafür Respekt aus der ganzen...
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Der Dirigent Howard Griffiths formt die Realität nach seiner Vorstellung. Genauer: das Spiel seines Orchesters danach, wie er die Partitur versteht – und braucht dafür Eigenschaften, die einem Trainer nicht unähnlich sind: Wissen, Können und Charisma.
Von Ronnie Grob, Howard Griffiths

Howard Griffiths, photographiert von Thomas Entzeroth.

Samstagnachmittag im Juli, ein heisser Sommertag. In der Tonhalle Zürich probt das Orpheum Supporters Orchestra in Sommerkleidern, kurzen Hosen und auch Sandalen für seinen Auftritt am Sonntag. Bei den ersten Geigen sitzt Unternehmerin Esther Girsberger als stv. Konzertmeisterin, am Violoncello FDP-Politikerin Christa Markwalder. Es sind auch Biologen, Neurologen, Berater, Richter und Anwälte, die hier Op. 28 von Camille Saint-Saëns einüben, eine Komposition für...
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Warum ständiges Lernen so wichtig für den Umgang mit Risiken ist.
Von Didier Sornette
Sie streben nach absoluter Sicherheit. Wenn es um den Umgang mit Risiken geht, versuchen Individuen, Unternehmen und Staaten oft, möglichst alle Faktoren zu kontrollieren und sämtliche Risiken auszuschliessen. Sie wickeln sich in eine Art Kokon ein. Natürlich bringt eine solche Strategie viele Vorteile. Dadurch, dass wir heute zahlreiche Stressfaktoren kontrollieren können, denen unsere Vorfahren noch hilflos ausgeliefert waren, Wetterkatastrophen beispielsweise, leben wir... » Mehr
Über zufällige, individuelle Fehler und ihren enormen Einfluss auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.
Von Reiner Eichenberger

Reiner Eichenberger, photographiert von Thomas Burla.

Die Qualität unserer Entscheidungen hängt von unserem Wissen und damit unserem Lernen und Gelernten ab. Was für einzelne Individuen gilt, gilt umso mehr für die Politik, wo wichtige Entscheidungen für alle getroffen werden und die Entscheidungsträger, die Wähler und Politiker, oft nur schlecht informiert erscheinen. Man sollte also erwarten, dass sich Ökonomen intensiv mit dem menschlichen Lernen beschäftigen. Tatsächlich aber ist ihr...
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Warum Freiheit und Zentralstaat kein Widerspruch sind. Eine Replik auf David Dürr.
Von Timo Meynhardt, Pepe Strathoff

Bild: Public Domain.

In der letzten Ausgabe des «Monats» schrieb der Basler Jurist David Dürr über die anarchistischen Wurzeln des Liberalismus.1 Bei seiner Abrechnung mit der liberalen Realpolitik der letzten gut 200 Jahre widmete er sich vor allem der vermeintlich illiberalen Zentralisierungstendenz im modernen Nationalstaat und kontrastierte diese von ihm offenbar wenig geschätzte Gesellschaftsform mit dem romantischen Bild einer «freieren» – das bedeutet hier:...
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Unsere Vorstellung vom Lernen hat sich über die Jahrhunderte stark gewandelt. Schwächen hat auch das derzeit vorherrschende Modell des Selbstlernens.
Von Jürgen Oelkers
Pädagogik ist immer auch anfällig für den Zeitgeist. Über die Jahrhunderte hat sich unsere Vorstellung darüber, wie der Mensch lernt, immer wieder verändert – und damit auch die Überzeugung, wie gute Schulen auszusehen hätten. Die Schwächen des jeweils gerade aktuellen Modells werden dabei jeweils gerne verschwiegen. Das gilt auch für das heute insbesondere im deutschsprachigen Raum vorherrschende und vom Idealismus geprägte Modell des... » Mehr
Wie die Liberalen in der Schweiz 1848 den Liberalismus abschafften, und warum die Besinnung auf anarchistische Wurzeln ihnen auch 2017 gut täte.
Von David Dürr

So nonkonform dann aber auch nicht: «Mohawks», photographiert 1998 in Rotterdam von Ari Versluis & Ellie Uyttenbroek. Aus der Reihe «Exactitudes», Nr. 18.

Wenn wir feststellen, dass Exponenten des real gelebten Liberalismus, in der Schweiz etwa der «FDP Die Liberalen», sich vor laufender Kamera stark machen für die Wehrpflicht, für eine staatlich gelenkte Energiestrategie, für eine neue Zuckersteuer, für die Behinderung des interkantonalen Wettbewerbs im Schulwesen oder bei den Finanzen, für den automatischen Informationsaustausch zwischen Banken und Steuerbehörden und für viele weitere staatliche...
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Von Niko Stoifberg, Christina Baeriswyl
Er will Präsident werden....
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Die Ausgaben des «Schweizer Monats» werden von einem eingeladenen Gast beurteilt. Im Sinne der Transparenz veröffentlichen wir die Essenz der Blattkritik jeweils online.
Von Gaudenz Looser, Edith Hollenstein, Peter Hartmeier, Sven Millischer, Manuela Stier
Schweizer Monat / Ausgabe 1047 Juni 2017
Von Manuela Stier
Haptik
Ansprechend, warm, wertig. 
Design
Modern, zeitlos, ansprechend. Ein klares Corporate Design, das professionell und vertrauensvoll wirkt. 
Typografie
Nicht alle Texte sind gut lesbar, denn viele sind einfach in einer zu kleinen Schriftart, besonders Bildunterzeilen. Manchmal fehlt die visuelle Spannung, dann etwa, wenn eine Doppelseite beinahe nur mit Text bestückt ist. Und bei den Zitaten...
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