Tipps für mehr Natur im Alltag: Die Natur durch Kinderaugen sehen
Mit meiner Tochter ist jeder Spaziergang ein kleines Abenteuer. Was früher Routine war, wird zur Entdeckungsreise und ich erlebe die Natur auf eine neue, intensive Weise.
Seit der Geburt meiner Tochter vor rund einem Jahr ist Stillsitzen ein seltenes Luxusgut geworden, denn die kleine Entdeckerin hat eine Mission: die Welt erforschen. Und zwar jeden Tag, bei Wind und Wetter. Ob Sonnenschein, Schnee oder Nieselregen – wir ziehen unsere Runden draussen, oft länger als ursprünglich geplant.
Dabei wird wirklich nichts ausgelassen. Wiesen werden genaustens inspiziert, Blätter umgedreht und Blumen mit grosser Ernsthaftigkeit betrachtet. Jede Katze, die unseren Weg kreuzt, wird freundlich (und manchmal etwas stürmisch) begrüsst, und kein Regenwurm bleibt unbeachtet. Wir lauschen dem Vogelgezwitscher und beobachten die Enten und Schwäne im See. Auch der Wald wird nicht einfach durchquert, sondern regelrecht studiert. Wenn der Wind durch die Blätter rauscht, bleiben wir stehen, schauen nach oben und beobachten dieses Schauspiel mit staunenden Augen. Es ist faszinierend zu sehen, mit welcher Begeisterung ein Kind die kleinsten Dinge wahrnimmt – Steinchen, Gräser oder einfach ein Stück Erde können minutenlang spannend sein.
«Es ist faszinierend zu sehen, mit welcher Begeisterung ein Kind die kleinsten Dinge wahrnimmt.»
Natürlich bedeuten diese Abenteuer auch körperlichen Einsatz für mich. Ich darf hinterher und sichere, halte und stütze bei Bedarf. Das freut auch meinen Schrittzähler. Ich war immer schon ein aktiver Mensch, aber ich nehme die Natur nun wieder bewusster und intensiver wahr. Diese Momente entschleunigen. Es lohnt sich also, die Welt hin und wieder mit den neugierigen Augen eines Kindes zu betrachten!