Warum Migranten alles für ein neues Leben in Europa riskieren

Warum erreicht die illegale Migration über das Mittelmeer nach Europa zurzeit Höchststände? Warum ebbte sie in den letzten Jahren zuerst ab und schwoll dann wieder an? Wer Antworten haben will, muss sie auf dem Kontinent suchen – und in Syrien.

Warum Migranten alles für ein neues Leben in Europa riskieren
Schiffsfriedhof auf Lampedusa, Mai 2014, photographiert von Massimo Sestini / Dukas.

Ich traf Marlon, einen Sudanesen, der durch ausgedehnte Wüstengebiete nach Libyen gewandert war, am Rand von Tripolis, wo er sich auf den Weg zu einem abgelegenen Strand machte, um dort hart erarbeitete 2000 Dollar für die Passage nach Italien in einem überfüllten, seeuntüchtigen Boot auszugeben. Er wusste, dass er sich in Lebensgefahr begab, und war darauf bedacht, sein Boot sorgfältig auszuwählen, um nicht jene Art Schicksal zu erleiden, wie es gerade überall auf der Welt in den Schlagzeilen war. Er wusste nur zu gut um das Risiko. «Ein guter Freund bezahlte das Geld und verschwand. Später erfuhr ich, dass sein Schiff gesunken und er ertrunken war», erzählte mir Marlon. «Ich will weg von hier, aber nicht um jeden Preis.»

Ich traf Jacques Kamra, einen 27jährigen Liberianer, auf der Plaza Mayor von Madrid, einige Wochen nachdem er mit einem ähnlichen Boot angekommen war. Wie Marlon war er gebildet und wortgewandt. Er hatte hoch gepokert, die Überfahrt war eine bedeutende Investition in die Zukunft seiner Familie. «Nachdem ich heil hier angekommen war», erzählte er mir, «betete ich jeden Tag, dass Spanien die WM gewinnt. Sie sollten auch ein Wunder erleben – so wie das, das mich hierher gebracht hat.» Er wusste, dass man ihn irgendwann abschieben würde. Doch war er überzeugt: Was er hier verdienen konnte, würde ausreichen, um das Los seiner Familie zum Besseren zu wenden.

Und ich traf Jouhar in einer Küstenstadt im Osten Tunesiens, kurz nachdem er von den italienischen Behörden zurückgebracht worden war. Sein überfülltes Boot war auf See auseinandergebrochen. Dabei kamen sein bester Freund und Dutzende andere ums Leben, viele von ihnen Hochschulabsolventen mit Verbindungen nach Europa. Die 1500 Dollar, die Jouhar gespart hatte, um den Schleuser zu bezahlen, waren auch dahin.

Menschen wie diese drei – und Dutzende andere, die ich in Tunis, Alexandria, Marseille, Paris, München und London traf – sind inzwischen Europas grösste Sorge.

Boat People kommen seit mehr als einem Jahrzehnt über das Mittelmeer. Sie bezahlen jeder ein kleines Vermögen, um nach Europa zu gelangen, in entsetzlich überladenen Kähnen. Die Mi-gration über das Meer begann, als die legalen Einwanderungsrouten in den 1990er Jahren geschlossen wurden. Nie jedoch war die Zahl der Migranten so hoch – ebenso wenig die der Todesopfer. Mit jenen schätzungsweise 850 Opfern eines einzigen Bootsunglücks stieg die diesjährige Zahl auf über 1600 – 30mal mehr Tote als während des gleichen Zeitraums im letzten Jahr. Ihr Schicksal löste eine europaweite Krise aus, eine Notstandssitzung der EU und empörte Reaktionen über alle Parteigrenzen hinweg.

Die Frage «Wie können wir dem Einhalt gebieten?» ist jedoch keine einfache. Um sie zu beantworten, muss zunächst eine andere Frage gestellt werden: Warum nehmen diese Menschen solche Risiken auf sich? Und noch eine dritte Frage lohnt es sich zu stellen: Warum erreicht die illegale Migration über das Mittelmeer nach Europa in manchen Jahren Höchststände, ebbt dann lange Zeit völlig ab und schwillt schliesslich wieder an? Was waren die Ursachen für das zwischenzeitliche Abebben und was könnte künftig ein Abebben bewirken? Wir wissen, was nicht funktioniert: Versuche, die Tragödie auf hoher See mit Gewalt zu beenden – indem man die Migration verbietet, indem man gegen die Menschenschmuggler vorgeht oder indem man, wie es europäische Regierungen im letzten Jahr vorgemacht haben, die Rettung ertrinkender Boat People verweigert –, bewirkten nur, dass die Migration weiter in den Untergrund getrieben wurde, wodurch wiederum sowohl die Kosten für als auch die Nachfrage nach Transfers mit illegalen Booten stiegen. Mit der Dunkelziffer illegaler Migranten stieg zudem die Gefahr, die mit der Überfahrt verbunden ist.

«Das Problem der ertrinkenden Flüchtlinge resultiert vollständig aus den Versuchen der Politik, die Einwanderung per Gesetz zu stoppen», sagte der niederländische Wissenschaftler Hein de Haas, Leiter des International Migration Institute an der Universität Oxford, kürzlich in einem Interview. De Haas stellte, gemeinsam mit Kollegen, unter dem Titel «Determinants of International Migration» eine gewaltige Datenbank im Hinblick auf die Beweggründe zehntausender Migranten zusammen. Diese und andere Forschungsergebnisse zeigen, dass wir das europäische Migrationsproblem bisher in falschem Licht betrachtet haben.

Eine unaufhörliche Flut verzweifelter armer Menschen, die aus Afrika fliehen, um ein neues Leben in Europa zu suchen – so oder ähnlich lautet das Narrativ, wie es durch Medien und Politik verbreitet wird. Dabei ist jedes einzelne Wort dieses Satzes falsch. Und ein Grossteil der gegenwärtigen Katastrophe, des schrecklichen Sterbens im Mittelmeer, hat seine Ursache darin, dass die Politik nicht begreift, wie falsch jene Worte sind. Es lohnt sich, sie jedes für sich zu untersuchen.

 

Unaufhörlich

Um zu verstehen, warum sich die Krise 2014 und 2015 derart verschärft hat, muss man verstehen, warum sie schon früher, vor einem Jahrzehnt, gravierend war und warum die Migration über das Mittelmeer plötzlich über mehrere Jahre fast ganz aufhörte, 2011 wieder einsetzte, dann wieder so gut wie verebbte und sich schliesslich in dramatischster Form zurückmeldete. Offensichtlich ist sie nicht unaufhörlich: Sie hat aufgehört, mehrmals.

2004 sprach ich mit Marlon, dem Sudanesen in Libyen vom Anfang dieses Artikels. Das war ein ganzes Jahr bevor die Flüchtlingsboote zu Schlagzeilen wurden, jedoch nach dem ersten wirklich tragischen Unglück, als 2004 ein Boot auf dem Weg nach Italien kenterte. Dabei ertranken 64 Menschen. Der Vorfall führte zu einem harten Durchgreifen von Seiten Italiens, worauf wiederum die Zahl der illegalen Überquerungen bis 2008 in die Höhe schoss.

Die meisten der Schiffsunglücke vor einem Jahrzehnt trugen sich auf der westafrikanischen Route zu, wie die Strecke von Westafrika zu den Kanarischen Inseln von Frontex, der EU-Grenzbehörde, genannt wird, und auf der westlichen Mittelmeerroute, über die Meerenge zwischen Marokko und Spanien. Auf jede dieser Routen wagten sich 2005 mehr als 30 000 Menschen; die Unglücke häuften sich. 2006 sprach ich mit Jacques in Madrid, nachdem die Schleuser skrupelloser, teurer und gefährlicher geworden waren.

Dann wurde Spanien aktiv. Madrid handelte Abkommen mit Marokko, Algerien, Mauretanien und einigen westafrikanischen Staaten aus. Diese Länder sagten gegen Hilfszahlungen zu, abgeschobene Flüchtlinge wieder aufzunehmen sowie ihre Grenzen stärker zu kontrollieren. Vor allem aber wurden legale Migrationskanäle ausgehandelt und Wege zur spanischen Staatsbürgerschaft. Diese politische Wende zog Kritik der strenger gesinnten Nachbarländer Spaniens auf sich, beendete jedoch praktisch die illegale Migration in diesem Teil des Mittelmeers für viele Jahre. Die zentrale Mittelmeerroute, wo sich die jüngsten Tragödien ereigneten, verläuft von Tunesien, Libyen und Ägypten über Italien, Malta und die Inseln der Region. Mitte der 2000er Jahre häuften sich hier die Unglücke, 2009 und 2010 wurde die Route kaum noch genutzt. Dafür gab es zwei Gründe: Zum einen schloss Italien Abkommen mit den Diktatoren von Tunesien und Libyen ab. Gegen grosszügige Zahlungen versprachen diese, ihre Küsten strenger zu kontrollieren. Zum anderen nahm durch die Weltwirtschaftskrise nach 2008 der Anreiz zur Migration deutlich ab: Wo es keine Jobs gibt, wollen auch keine Migranten hin. (Tatsächlich gab es auf dem Höhepunkt der Krise sogar eine Nettoabwanderung von Migranten zurück nach Afrika.)

2011 folgte aufgrund der Unruhen des arabischen Frühlings ein starker Anstieg der Aktivität auf dieser Route: Einwohner der arabischen Länder (zum grossen Teil aus der gebildeten Mittelschicht) flohen nach Europa. Damals sprach ich mit Jouhar in Tunesien. 2012 ebbte die Abwanderung wieder nahezu vollständig ab – bis zur grossen Zunahme von 2014 und 2015. Von einer kontinuierlichen Zunahme der Migration kann also keine Rede sein. Immer wieder fielen die Zahlen zwischendurch und stiegen dann wieder an.

 

Über die Hälfte der Flüchtlinge kommen aus Syrien

Selbst in den schlimmsten Jahren ist der Strom der Boat People auf dem Mittelmeer nur ein kleiner Teil der Migrationsbilanz: einige zehntausende Ankömmlinge auf einem Kontinent mit einer halben Milliarde Einwohner, der drei Millionen Einwanderer pro Jahr aufnimmt. Die meisten Afrikaner leben vollständig legal in Europa, sie reisen mit Visa über die Flughäfen ein. Nicht einmal von den illegalen afrikanischen Einwanderern in Europa ist die Mehrheit über das Mittelmeer gekommen: Sie sind legale Besucher, deren Aufenthaltsgenehmigungen abgelaufen sind.

Was die Lage in den vergangenen 24 Monaten verschlimmert hat, war der Konflikt in Syrien. Obwohl nur ein Bruchteil der Flüchtlinge von dort versucht hat, nach Europa zu gelangen – die allermeisten haben ihre Lager in der Türkei, in Jordanien und im Libanon aufgeschlagen –, hat dieser Bruchteil doch die Zahl der Boat People 2014 und 2015 auf ein Vielfaches emporschnellen lassen. Derzeit stellen Flüchtlinge aus Syrien etwa die Hälfte der Flüchtlinge über das Mittelmeer (wenn auch im Boot, das im April kenterte, fast nur Passagiere aus Schwarzafrika waren).

Die europäische Migrantenpolitik ist zutiefst dysfunktional. Zwischen den 28 EU-Staaten gibt es kaum Übereinstimmungen in der Frage, wie man mit asylberechtigten Personen umgehen oder wie man solche ohne Asylberechtigung abschieben soll. Diese Unklarheit hat zu dem Blutzoll beigetragen. «Es sollte für syrische Flüchtlinge keinen Grund geben, in diese Boote zu steigen, allerdings ist bislang schlicht kein sichererer Fluchtkorridor geschaffen worden», sagt de Haas. Wenn die westlichen Staaten ihre Verantwortung gemäss den UN-Abkommen ernster nehmen würden, müssten keine Syrer im Mittelmeer umkommen.

 

Verzweifelte arme Menschen

Die trügerischste Vorstellung ist die, dass die Afrikaner in den Booten ausgemergelte Dorfbewohner auf der Flucht vor Hunger und Tod seien. Tatsächlich waren alle Boat People, die ich getroffen habe, strebsam, urban, gebildet und wenn auch nicht aus der Mittelschicht (wiewohl die Zahl der Mittelschichtangehörigen erstaunlich gross ist; unter den syrischen Flüchtlingen sogar noch grösser), so doch alles andere als arme Kleinbauern. Nach europäischem Massstab sind sie tatsächlich arm, nach afrikanischem und jenem des Mittleren Ostens jedoch grossteils durchaus gut situiert. Was auch kaum wundernimmt: Die Passage mit dem Boot kostet 2000 Dollar und mehr. Das entspricht in vielen afrikanischen Ländern einem ganzen Jahreseinkommen.

Warum geben Menschen ihre Bequemlichkeit auf und setzen ihr Leben aufs Spiel, nur um in Europa bestenfalls ein Leben in der Schattenwirtschaft zu führen? Linguère Mously Mbaye, Wissenschaftler am Bonner Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA), hat eine Studie mit Hunderten von Menschen in Dakar im Senegal durchgeführt, die eine Überfahrt nach Europa wagen wollten. Diese Migranten waren in der Regel nicht sehr arm. Teilweise hatten sie gute Verbindungen nach Europa: Sie kannten viele Menschen aus ihren Heimatländern, die bereits in Europa lebten und in ähnlichen Berufen arbeiteten. Sie waren, wenn man so will, in «Migrationsnetzwerke» eingebunden, in denen Informationen über Arbeits-, Geschäfts-, Wohn- und Migrationsmöglichkeiten umliefen. Migranten wählen ihre Ziele in Europa meist nicht nach Gesichtspunkten wie Kultur, Sprache oder Geschichte, sondern im Hinblick auf die Zahl der Menschen, die sie dort kennen – ebenso im Hinblick auf die Wirtschaftskraft eines Landes.

Die Flüchtlinge aus Syrien gehen nicht so taktisch vor – und sind auch nicht so gut vernetzt – wie die Afrikaner. Dennoch kommen sie oft, weil sie Verbindungen zu Menschen oder Organisationen in Europa haben. Dr. Mbaye folgert: «Illegale Migration beginnt mit Gedankenspielen, denen die Überzeugung zugrunde liegt, nur im Ausland Erfolg haben zu können.»

Beide grossen Studien ergaben, dass Afrikaner, die in die Boote steigen, nicht vor irgendetwas Schrecklichem auf der Flucht sind, sondern unterwegs zu bestimmten, ausgewählten Chancen als Angestellte oder Kleinunternehmer. Das ist einer der Hauptgründe für das dramatische An- und Abschwellen der Flüchtlingsströme: Die Studie von de Haas ergab, dass der wichtigste Treiber der Migration über das Mittelmeer die «anhaltende Nachfrage (in Europa) nach billigen Arbeitskräften in der Landwirtschaft, im Service oder im informellen Sektor» ist. Selbst diejenigen, die fliehen – Syrer, zum Teil auch Eritreer –, wählen ihr Ziel mit einem Gespür für die Möglichkeiten aus.

 

Ein neues Leben

«In den 1960er und 1970er Jahren kamen weit mehr Menschen aus Afrika nach Europa als heute», sagt de Haas. Sie machten aber keine Schlagzeilen – und ertranken nicht im Mittelmeer –, weil sie nicht illegal waren. Wo Migranten als (vor allem saisonale) Arbeitskräfte benötigt wurden, standen sie zur Verfügung, da die meisten Länder die Ein- und Ausreise von Afrikanern nicht behinderten.

Ausserdem waren die Migranten zum grössten Teil nicht darauf aus, in Europa ein neues Leben anzufangen. Nur ein Bruchteil der Afrikaner, die vor den 1990er Jahren auf der Suche nach Arbeit nach Europa kamen, blieb hier: Die meisten verwandten ihr Einkommen darauf, ihre Familien in der Heimat zu unterstützen, und kehrten irgendwann zurück, im Wissen, dass sie den Zyklus jederzeit wiederholen konnten.

Durch die restriktive Politik, mit der Anfang der 1990er Jahre, als sich die EU zu formieren begann, gegen diese informellen und saisonalen Bewegungen vorgegangen wurde, verwandelte sich Migration in ein Alles-oder-nichts-Unterfangen: Wer einmal in Europa war, blieb dort, da man nicht wusste, ob die Einreise abermals gelingen würde. Die Folge: heute kommen Afrikaner nach Europa, arbeiten eine Zeitlang in der Landwirtschaft oder im Servicebereich und vagabundieren anschliessend quer durch den Kontinent, ohne Chancen.

Dies ist das Paradox der europäischen Reaktion auf die Mi-grantenkrise: Indem man die Einreise erschwert, macht man illegale Einwanderung zum Regelfall. «Strengere Einreisebedingungen», sagt Mbaye, «sind womöglich uneffektiv. Sie schrecken potentielle legale Migranten stärker ab als illegale.»

 

Menschenschmuggel und Grenzkontrollen

Eine träge und uneinheitliche Asylpolitik, in Kombination mit einem Mangel an legalen Einwanderungsmöglichkeiten, hat zur Folge, dass viele Asylbewerber, unabhängig von der Berechtigung ihres Asylanspruches, jahrelang durch Europa tingeln, im Niemandsland zwischen Abschiebung und Anerkennung, aus Angst davor, zurückzugehen. Dabei tragen sie zum schlechten Image von Einwanderern bei und schaffen unnötig soziale Probleme.

«Es sind die Grenzkontrollen, durch die Migranten gezwungen sind, gefährlichere Routen zu nehmen und sich mehr und mehr in die Abhängigkeit von Schleusern zu begeben, um Grenzen zu passieren», sagt Hein de Haas. «Menschenschmuggel ist eine Reaktion auf Grenzkontrollen, nicht ein eigentlicher Motor der Migration. Ironischerweise wird daher eine weitere Verschärfung der Grenzkontrollen Migranten und Flüchtlinge zwingen, höhere Risiken einzugehen, und so nur ihre Abhängigkeit von Schleusern verstärken.»

Geschlossene Grenzen werden zudem die Problematik der Flüchtlinge aus Syrien schlimmer machen als nötig: Indem man Migration in ein Alles-oder-nichts-Unterfangen verwandelt, erhöht man den Anreiz für Flüchtlinge, dauerhaft zu bleiben. Das Hin und Her von Menschen zwischen Afrika und Europa ist seit Jahrzehnten Teil der Wirtschaft auf beiden Kontinenten. Europas Wirtschaft braucht Arbeitskräfte aus Afrika mehr denn je: Allein in Hinsicht auf Deutschland nimmt man an, dass hier in den nächsten zehn Jahren durch den demographischen Wandel sieben Millionen Menschen im arbeitsfähigen Alter wegfallen – und das in einer schnell wachsenden Ökonomie mit Vollbeschäftigung.

Indem die europäischen Regierungen Migration mit grobschlächtigen Massnahmen unterbinden, wird legal zu illegal, vorübergehend zu permanent, aus geregelt wird verzweifelt und aus lebensverbessernd lebensgefährlich. Eine Handvoll Massnahmen, allesamt für beide Kontinente ökonomisch schädlich, lässt Tausende Leichen im Mittelmeer treiben.

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Rainer Hank, «FAZ»-Kolumnist,
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