Simon M. Ingold

Simon M. Ingold ist Ökonom. Zusammen mit seinem Vater, dem Schriftsteller Felix Philipp Ingold, widmet er sich an dieser Stelle abwechselnd den weltweiten Scharnierphänomenen aus Politik, Wirtschaft und Kultur.

Alle Artikel von
Simon M. Ingold

Weltuntergang in der Beiz
Generation Y, photographiert von Philipp Baer.
Weltuntergang in der Beiz

Acht Menschen zwischen 25 und 40 machen sich Gedanken zur Schweiz der Zukunft. Werden die Jungen bald von einem konservativen Rentnerheer beherrscht? Werden wir alle reicher? Werden wir besser? Oder gehen wir unter wie einst die Maya?

Piketty zerpflücken
Simon Ingold, photographiert von Thomas Burla.
Piketty zerpflücken

Weshalb der Wirbel? Weil «Capital in the Twenty-First Century» an animalische Instinkte appelliert. Doch die Debatte verläuft entlang klassischer ideologischer Linien. Dies zeugt von Denkfaulheit. Und lenkt davon ab, dass auf die Wohltätigkeit von Selfmade-Milliardären mehr Verlass ist als auf eine Vermögenssteuer.

Endspiel
Simon M. Ingold, photographiert von Thomas Burla.
Endspiel

«Ziehen» steht auf der Scheisstür – und trotzdem drückt er jedes Mal. Wenn man irgendwo hineinwill, dann drückt man. Die Aufforderung zu ziehen erscheint ihm nicht nur unsinnig, sondern geradezu feindselig. Was aber, wenn man drinsteht und wieder rauswill? Julian ist früh dran, obwohl er immer zu spät ist. Dabei mag er das Eclissi überhaupt […]

Väter und Söhne…

Meinungen gibt es beliebig viele. Schwierig ist es, eine eigene Stimme zu finden, die die Meinung aus dem grossen Rauschen hervorhebt und sie möglichst von den persönlichen Zuschreibungen an den Urheber emanzipiert. Mit Blick auf die Menschheitsgeschichte und ihre literarische und sonstwie künstlerische Verarbeitung deutet alles darauf hin, dass das Problem der Stimmenfindung im familiären […]

Unerträgliche Leichtigkeit?

Ich zähle mich nicht zu den hartgesottenen Kulturpessimisten. Deshalb will ich auch nicht in ein allgemeines Lamento über den Zu- bzw. Missstand der einen oder anderen Kunstform einstimmen. Ich kann aber mit Sicherheit sagen, dass es nicht an zeitgenössischen kulturellen Leistungen mit Anspruch mangelt, die ihre verdiente Anerkennung erfahren. Trotzdem spricht Ingold in seinem Verweis […]

Duracellhasen im Betrieb

Das zentrale Stichwort seiner letzten Kolumne bringt Ingold erst im letzten Satz. Man könnte deshalb versucht sein, es zu überlesen. Das aber wäre ein grosser Fehler. Denn was im kulturellen Kontext «industriell» und allein deshalb «dubios» anmutet, ist ein fundamentales Problem unserer Zeit, das alle Lebensbereiche – vom Arbeitsplatz über den Medienkonsum bis zum Paarungsverhalten […]

Jede (wirklich jede) Idee hat eine faire Chance
Simon und Felix Philipp Ingold, photographiert von Thomas Burla.
Jede (wirklich jede) Idee hat eine faire Chance

Der Kunstbetrieb erschafft sich gerne seine eigene Realität. Das darf er auch und ist sein grosses Privileg. Trotzdem: auch der Kunstbetrieb unterliegt den Gesetzen der Schwerkraft. Das ewige Mantra, den wahren Wert der Kunst an ihrer relativen Randständigkeit zu messen, gleicht dem Versuch, die Gravitation aufzuheben. Es soll deshalb hier explizit gesagt sein: Nur weil viele […]

Mit offenen Armen in die Unmündigkeit
Mit offenen Armen in die Unmündigkeit

Der Schriftsteller Peter Stamm forderte jüngst lautstark mehr staatliche Unterstützung für die finanziell gebeutelte Autorenzunft. Dass ein selbsternannter Vertreter seiner Berufsgattung in deren Namen wiederholt einen Platz auf dem Subventions-Ponyhof einfordert, ist vorhersehbares Kalkül. Dies erfolgreich als zivilisatorischen Imperativ zu verkaufen: immerhin eine respektable Leistung. Der allgemeine Zuspruch darauf: im besten Fall bedenklich. Das Lamento […]