Vereint stehen wir,
getrennt fallen wir

Das Geheimnis der Borromäischen Ringe.

Wir alle kennen den Zaubertrick, bei dem einer Person aus dem Zuschauerraum zwei ineinander verschlungene Ringe gegeben werden. Ob der Herr, die Dame wohl so freundlich wäre zu prüfen, ob da eine versteckte Lücke vorhanden ist oder sonst eine spezielle Eigenschaft, die es ermöglicht, die beiden Ringe zu trennen. Natürlich findet er oder sie nichts.

Betrachten Sie jetzt die drei Ringe in der Illustration. Sie sind offensichtlich verschlungen und ohne Gewalt nicht zu trennen. Die Art der Verschlingung ist jedoch sehr speziell. Denken Sie sich doch einen beliebigen der drei Ringe weg. Was passiert dann mit den beiden anderen? Und siehe da: Sie fallen auseinander, nichts hält zwei der Ringe alleine zusammen. Nur zu dritt werden sie zusammengehalten.

In der Mathematik gibt es vieles, was einem auch als erfahrenem Mathematiker wie ein Wunder vorkommt. Unerwartete Zusammenhänge zwischen Zahlen, Flächen und Körpern und so weiter. Viele dieser Resultate sind Laien schwer kommunizierbar. Diese drei Ringe aber sind ein Beispiel, wie der Laie und die Fachperson aus dem Staunen nicht herauskommen: Wie kann es sein, dass drei Ringe zusammenhalten, obschon keine zwei miteinander verbunden sind?

Wenn Sie diese Ringe nachbilden wollen, kleiner Tip: Es geht nicht mit ebenen Kreisen. Sie sollten also biegbares Material verwenden.

Man nennt diese drei Ringe die Borromäischen Ringe. Die italienische Familie Borromeo führte dieses Symbol im Wappen: Vereint stehen wir, getrennt fallen wir.

«MONAT für MONAT
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Heinz Zimmermann, Professor für Finanzmarktökonomie,
über den «Schweizer Monat»