Der Sieg der Frauen

Neu erklärt: die komplizierte Geschichte des hiesigen Geschlechterkampfes.

Die Schweiz gilt als Ideal einer jeden Demokratie. Schon 1848, mit der Einführung des allgemeinen Stimmrechts, positionierte sich die Eidgenossenschaft diesbezüglich als Vorzeigeland in Europas Mitte. Doch galt das auch für sämtliche gesellschaftlichen Bereiche? Die Schweiz war schliesslich einer der letzten Staaten des Kontinents, der auch Frauen formale politische Gleichheit gewährte. Dem Frauenstimmrecht, das erst 1971 per Abstimmung eingeführt worden war, ging ein langer, zäher Kampf voraus. Werner Seitz beleuchtet in «Auf die Wartebank geschoben» gekonnt, wieso es sich lohnt, beharrlich an gesetzten politischen Zielen festzuhalten und diese gegen alle Widerstände zu verteidigen. Die Publikation verschafft einen Überblick über Vorurteile und Anfeindungen, denen sich Schweizerinnen jahrzehntelang ausgesetzt sahen, und erklärt, warum der Schweizer Sonderfall sich so lange hinzog. Ein Buch für alle, die immer schon verstehen wollten, warum die Geschichte des hiesigen Geschlechterkampfes solch eine komplizierte war – und gleichzeitig ein lehrreiches Stück Demokratiehistorie über die Schweiz hinaus. (pb)

«Unverzichtbare Lektüre:
eine intellektuelle Zündkerze, die das
Weiterdenken in Gang bringt.»
Wolf Lotter, Autor und Mitgründer von «brand eins»,
über den «Schweizer Monat»