Dieser Text wurde von KI geschrieben*
Künstliche Intelligenz kann journalistische Produkte besser und Prozesse effizienter machen. Zugleich bedroht sie die Glaubwürdigkeit und das selbstständige, kreative Denken. Die Herausforderung besteht in der richtigen Balance.
Kürzlich habe ich einen Beitrag auf einem Onlinemedium gelesen. Er war handwerklich gut gemacht. Der Kollege untermauerte seine Punkte mit Fakten und verlinkte seine Quellen. Bei einem Link fiel mir allerdings auf, dass in der URL ein Tracking-Zusatz verblieben war, der die Herkunft des ursprünglichen Besuchs verriet. Der Journalist war offenbar via ChatGPT auf die Quelle gestossen.Im ersten Moment war ich enttäuscht. Der Journalist hatte die Quelle also nicht selber gefunden, sondern künstliche Intelligenz genutzt.
Dann aber stellte ich mir die Frage: Macht die Nutzung von KI das Argument schlechter? Ist der Artikel dadurch weniger wert? Der Advocatus Diaboli in mir meldete sich: Hast du nicht selber auch schon KI für die Recherche genutzt?
Ich bin offen und ehrlich: Ja, auch ich nutze KI. Zum Beispiel, wenn ich schnell ein Faktum überprüfen möchte. Oder wenn ich mich frage, ob es vielleicht ein besseres Beispiel gibt, um eine Aussage zu veranschaulichen. Oder wenn ich nicht sicher bin, ob ein Argument logisch schlüssig ist. Oder ob die Struktur eines Textes Sinn ergibt.
Nicht dass ich für bare Münze nehmen würde, was mir die KI erzählt. Wenn ich ChatGPT frage, ob es einen besseren Titel für einen Text gäbe, kann ich von 20 Vorschlägen vielleicht einen oder einen halben brauchen. Oft führt das zu neuen Ideen, die ich weiterentwickeln kann. So wird KI zu einem zusätzlichen Sparringpartner.
Im Journalismus ist KI ein zweischneidiges Schwert: Zum einen können die Modelle, richtig eingesetzt, Inhalte besser und attraktiver machen und Prozesse effizienter gestalten. Zugleich steht die Glaubwürdigkeit auf dem Spiel: Kann man einem Argument, einem Artikel, einem Autor oder einem Medium Vertrauen schenken, wenn KI dahintersteckt?
Entscheidend ist letztlich, wie KI eingesetzt wird. Es muss darum gehen, die Arbeit zu erleichtern, sie effizienter zu machen und das Produkt auf Hochglanz zu bringen – nicht darum, Kreativität und selbstständiges Denken zu ersetzen. Zu Beginn des Arbeitsprozesses und am Ende müssen ein Mensch und seine Gedanken stehen. Denn wer glaubt, das Denken an die KI delegieren zu können, macht sich selber überflüssig.
Beim Schweizer Monat nutzen wir KI in unterschiedlicher Weise.
- Wir holen uns neue Inputs in der Recherche.
- Wir lassen uns Vorschläge für besser Formulierungen oder sonstige Verbesserungen bei Artikeln geben, was zum Beispiel gerade bei übersetzten Texten hilfreich ist.
- Wir setzen uns der Kritik der KI aus und nutzen sie damit als Sparringpartner.
- Wir lassen Texte mithilfe von KI vorlesen – als zusätzlicher Service für die Leser.
- Wir lassen uns Ideen geben für Verbesserungen unserer Prozesse.
Bei all dem gilt: Alles, was Sie beim Schweizer Monat lesen und sehen, wurde von einem Menschen und seinem Gehirn generiert. Wir nutzen Tools, um die Gedanken, Ideen und Thesen attraktiv aufzubereiten.
Vor der Einführung von Computern war es viel aufwendiger, diese Gedanken, Ideen und Thesen gut und attraktiv zu den Konsumenten zu bringen. Der technische Fortschritt stellt uns laufend neue Werkzeuge zur Verfügung, die Erleichterungen und Verbesserungen bringen – wenn man sie richtig einsetzt.
KI ist ein weiteres Tool auf diesem Weg. Es muss ein Tool bleiben, damit Journalismus weiterhin Journalismus bleibt. Beim Schweizer Monat bleibt er das. Das ist unser Versprechen.
* Nein, natürlich nicht. Das war klassische menschliche Dreistigkeit.