Die EU-Staaten haben nach Dekaden einer missbräuchlichen Beziehung mit den USA den Frieden verspielt. Sie sind daher nicht würdig, das Europa des 21. Jahrhunderts zu begründen.
Die EU ist nicht der erste Versuch, den Kontinent unter einem gemeinsamen Dach zu vereinigen. Sie scheint aber die Lektionen der Vergangenheit vergessen zu haben.
Die Verteidigung obliegt den Nationalstaaten, das Normieren von Plastikflaschendeckeln ist Sache der Union. Die EU hat ein historisches kleines Zeitfenster, diese absurde Arbeitsteilung vom Kopf auf die Füsse zu stellen.
Vor dem EU-Parlament können Besucher sich mit dem Schriftzug «Democracy in Action» fotografieren lassen. Oder sollte es eher «Inaction» heissen angesichts der Trägheit der Politiker? Bild: Lukas Leuzinger