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Des Schweizer Autors Schweiz

Hermann Burger hat während fast zwei Jahrzehnten regel-mässig Texte für die «Schweizer Monatshefte» verfasst. Die ersten Gedichte in den 1960er Jahren schrieb er als Student und angehender Schriftsteller; es folgten in den 1970er und 1980er Jahren Erzählungen und Rezensionen des bereits etablierten Autors und ETH-Privatdozenten. Wir drucken, nach der Erzählung «Die Ameisen» (SMH-Ausgabe 967), diesmal den ersten Teil eines Essays wieder ab, in dem er über Max Frischs Kritik an der Schweiz schreibt. Burger, der sich sonst kaum politisch exponierte, begegnet dem Schriftsteller-Übervater darin mit erstaunlich viel Wohlwollen.

Wer nun krault den alten Hund?

Gern wird es Alex Capus nicht hören, aber wider besseres Wissen (Coverfoto!) stelle ich ihn mir als einen alten weisshaarigen Mann vor, auf den Stufen eines ebenso alten, farbenfrohen und windschiefen Schaustellerkarrens am Rande des Jahrmarkts. Er blickt in das Purpur der untergehenden Sonne, krault einen noch älteren Hund neben sich und beginnt zu erzählen, […]

Ein Modernitätsmüder

Hält der Zug der Moderne seine Spur oder drohen ihm jene «Entgleisungen», vor denen Jürgen Habermas warnt? Schon als er gerade volle Fahrt aufzunehmen begann, meldeten sich Skepsis und Kritik. Der 1818 in Basel geborene Jacob Burckhardt ist dafür ein ganz besonderer Zeuge. Mit noch nicht 28 Jahren outete sich der spätere Kulturhistoriker (und Geschichtsphilosoph […]

Im Turm von Ninive

Am nichtargumentativen Schreiben erkenne man den wahren Dichter, meinte Richard Rorty bei Gelegenheit; und er fügte hinzu, dass intellektueller Fortschritt ohne die Hinwendung zu den träumerischen Sprachbildwelten der Dichter nicht möglich sei. Diese Bemerkung kam mir unwillkürlich in den Sinn beim Lesen von Gertrud Leuteneggers jüngstem Roman «Matutin» und bei der Wiederbegegnung mit ihrer Prosa […]

Wagner in der Enge

Bevor Richard Wagner in Bayreuth seinen «grünen Hügel» fand (und sein «Wähnen» Frieden), hatte sich ihm ein solcher in Zürich geboten. Dort stand die Villa seines Gönners, Otto Wesendonck, der im Jahre 1851 als ein immens vermögender Grossbürger mit seiner geistreichen Frau, Mathilde, aus den Rheinlanden über New York an die Limmat gezogen war. Wagner […]

Lust und Blut im 1. Bezirk

«Joseph Birnbaum, ein fünfzigjähriger, glatzköpfiger Biologielehrer aus einer kleinen Ortschaft am Neusiedlersee im Burgenland und Präsident einer dortigen ornithologischen Gesellschaft, bestieg bei Tagesanbruch, es war ein heller, aber kalter Oktobermorgen, den Zug nach Wien in der Absicht, sich während einer Woche im Naturhistorischen Museum gründlichst mit den dortigen Sammlungen auseinanderzusetzen.» Ein Anfang im wahrhaft klassischen […]

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