Jan Freyn, zvg.
Disqualifikation statt Diskurs

Statt pragmatisch und offen zu streiten, suchen Deutschlands ­Medien nach Sündenböcken – und finden sie oft in den Bürgern. Der Journalismus verliert so seine kritische Funktion. Und die ­Regierung kann sich aus der Verantwortung stehlen.

Jochen Staadt. Bild: www.fu-berlin.de.
Rückkehr der Volksbelehrung

Angesichts des gegenwärtigen politischen Gleichklangs, der in vielen deutschen Medien vorherrscht, lohnt es sich, an die einstmals scharf ausgetragenen Debatten in der alten Bundesrepublik zu erinnern. Die Meinungsbildung in der DDR ist ein historisches Beispiel dafür, wie in der ­Öffentlichkeit bestimmte Linien und Konformität durchgesetzt werden.