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Wahre Männer braucht das Land!

Die Antwort auf frauenverachtende Männer und männerhassende Feministinnen ist nicht weniger Männlichkeit, sondern gute Männer.

Wahre Männer braucht das Land!
Der schottische Schauspieler Sean Connery. Bild: Keystone/United Archives/IFTN.

Kämpfen, bezwingen, beschützen – typisch männliche Attribute? Mit Friedrich Schiller: «Der Mann muss hinaus ins feindliche Leben. Muss wirken und streben, muss pflanzen und schaffen, erlisten, erraffen. Muss wetten und wagen, das Glück zu erjagen.»

So etwas darf man heute nicht mehr sagen. Bereits in der Grundschule wird Knaben der Eroberungsdrang ausgetrieben. Kampfeslust gilt als böse, Wettbewerb als Patriarchat.

Ohne Frage gibt es gefährliche Männer. In der Schweiz nimmt die Gewalt gegen Frauen zu. In Deutschland wird gemäss Bundeskriminalamt zweimal pro Tag eine Frau Opfer von Gruppenvergewaltigungen. Noch höher liegt die Zahl in Frankreich.

Aber kampfbereite Männer sind nicht automatisch Frauenhasser. Und schlechte Männer sind nicht deswegen toxisch, weil sie zu maskulin auftreten, sondern weil sie sich ganz einfach weigern, gute Männer zu sein. Weil sie nicht gelernt haben, was das ist, ein guter Mann.

«Schlechte Männer sind nicht deswegen toxisch, weil sie zu maskulin auftreten, sondern weil sie sich ganz einfach weigern, gute Männer zu sein.»

Richtet sich das Kampf- und Gewaltpotenzial eines Mannes gegen Schwächere und Wehrlose, gegen Kinder oder Frauen, ist es schlecht und gehört bestraft. Ist ein Mann jedoch bereit, für den Schutz der Schwachen den Kampf aufzunehmen, auch auf das Risiko hin, selber verletzt zu werden, dann handelt es sich nicht um toxisches, sondern um gutes männliches Verhalten.

Im Kino ist dies ebenfalls der wesentliche Unterschied zwischen Helden à la Batman und Bösewichten wie Hannibal Lecter: Beide greifen zu Gewalt, doch der eine im Dienst am schutzbedürftigen Leben, der andere für eigene, kranke Zwecke.

Heute brauchen junge Männer, die nicht mehr wissen, was von ihnen erwartet wird, neue Vorbilder. Vorbilder, die einen moralischen Kompass bieten und zeigen, was ein guter Mann ist.

Ein guter Mann missbraucht keine Frauen und schlägt keine Kinder. Im Gegenteil bekämpft er Frauenverachtung und Machismo. Er hat auch keine Angst, sich an eine selbstbewusste Frau zu binden. Und er ist dazu bereit, seine sexuelle Lust in eine treue Liebe hineinzulegen.

Die Gesellschaft kann sich auf die Kraft und den Mut eines solchen Mannes verlassen, und der Mann kann sich umgekehrt darauf verlassen, gebraucht und geschätzt zu werden.

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