Frankreich bewegt sich – in Richtung Griechenland. Seit Jahrzehnten von Stillständen gelähmt und in Verkrustungen gefangen, steht das Land heute am Abgrund. Freilich ohne es zu merken: Die «Grande Nation» ist zur grossen Meisterin der Selbsttäuschung geworden.
Frankreich sucht Grösse im Erbe und kramt in der Krise seine alte Revolution hervor. Freiheit, wusste Albert Camus, sähe anders aus. Wie hellsichtig der Literat die Heilsversprechen der Geschichte und ihrer Revolutionen entlarvte, zeigt die Biographie von Martin Meyer.
Facelifting und Schönfärberei sind ihre Sache nicht. Die erste Bundesrätin der Schweiz weiss: Die Zeichen der Zeit lassen sich nicht wegretuschieren. Das Älterwerden birgt viele Herausforderungen. Agil bleibt, wer sie erhalten kann: die Neugierde.
Die Schweiz als Dienstleistungsgesellschaft? Lieber nicht. Bläht sich der Dienstleistungssektor auf, drohen Arbeitslosigkeit und Prekariat. Warum die Industrie das Antriebsrad der hochproduktiven Dienstleistungsbranchen bleibt und wir auch künftig nicht davon leben können, einander nur noch die Haare zu kürzen.
Weltwirtschaft und Souveränität: je geordneter der globale Wirtschaftsverkehr ablaufen soll, desto mehr muss sich der Staat internationalem Recht beugen. Bild: Fotolia
Die schlechte Nachricht für alle Internationalisten: Der souveräne Nationalstaat ist nicht überholt. Die schlechte Nachricht für alle Nationalisten: Die Schweiz würde an Souveränität verlieren, wenn sie infolge von Volksentscheiden internationale Verträge aufkündigt. Eine Suche nach Auswegen aus dem Dilemma.
Journalisten gehen mit anderen Mächtigen härter ins Gericht als mit sich selbst.
Und ja, den medialen Mainstream gibt es. Den Linksdrall ebenfalls. Eine Innensicht.
Die Logik tritt ausser Kraft, Begriffe verlieren ihren Sinn, die Welt dreht sich falschherum – im Gravitationsfeld des Neokollektivismus erscheint alles als die Negation von allem.