Konkurrenz für den Leviathan?

Start-up-Cities, Freihäfen und Utopien jenseits des Nationalstaats

Industrien aller Art erleben eine «Uberisierung»: neue, wendige Mitbewerber zerstören innerhalb von kürzester Zeit tradierte, aber träge Geschäftsmodelle und zwingen etablierte Akteure zu schmerzhaften Anpassungen. Das öffnet zwar den Kunden in verschiedenen Wirtschaftssegmenten neue Horizonte, liess sich allerdings bisher kaum auf Staatsmodelle anwenden.

Der Nationalstaat kam im 18. und 19. Jahrhundert auf. Bis zum Fall des Eisernen Vorhangs liess sich immerhin eine Systemkonkurrenz ausmachen. Seither aber unterscheiden sich die Staatsmodelle weltweit, und vor allem diejenigen der Industrienationen westlicher Prägung, nur noch in Nuancen. Obwohl viele Menschen mit den Leistungen der modernen Nationalstaaten unzufrieden sind, hat sich bisher keine konkurrenzfähige Alternative durchsetzen können. Woran liegt das?

Unsere Autoren betreten Neuland: Sie untersuchen Chancen und Risiken sogenannter «Start-up-Staaten», beleuchten ihre Konzepte und gelebte Utopien. Klar wird: die Bedrohung durch einen «Markteintritt» von Start-up-Staaten scheint derzeit nicht besonders gross. Denn sobald es um die konkrete Umsetzung geht, verliert so manch verheissungsvolles Staatsprojekt seine Anziehungskraft. Aber ebenso wie bei privatwirtschaftlichen Start-ups gilt auch hier, dass ein konsequentes Scheitern das Potential hat, der Staatenindustrie zu neuem Schwung zu verhelfen. Auf den folgenden Seiten stellen wir einige dieser Taktgeber vor.

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