KI 41
Bildnachweis: Buchcover Campus-Verlag

KI 41

Ein KI-Experte und ein Science-Fiction-Autor malen sich in zehn fiktiven Stories aus, wo und wie künstliche Intelligenz 2041 eingesetzt wird.

 

Was ist mit den Mitteln, die der künstlichen Intelligenz bereits jetzt zur Verfügung stehen, künftig möglich? Selbstfahrende Autos der Levels L4 («in Gedanken woanders») und L5 («optionales Lenkrad») zum Beispiel. Oder Menschen, die sich dank Natural Language Processing (NLP) fliessend in allen menschlichen Sprachen unterhalten können. Der KI-Experte Kai-Fu Lee hat sich mit dem Science-Fiction-Autor Chen Qiufan zusammengetan, um in zehn fiktiven Erzählungen die Welt im Jahr 2041 auszumalen. Eine der Kurzgeschichten handelt etwa von einem Videoproduzenten, der den Auftrag erhält, einen Deepfake zu erstellen, der nicht als Fälschung zu erkennen ist – Faker und Fake-Aufdecker spielen in der Folge Katz und Maus miteinander. Die aus den Stories gewonnenen Aussichten auf die Zukunft machen neugierig, und sie erschrecken auch. Mit Corona hat sich das Tor für eine weitgehende Automatisierung der Welt weit geöffnet. In der neuen Zeit werden viele alte Jobs für immer verschwinden und neuen Aufgaben weichen. Wie schön oder schrecklich diese Welt sein wird, wissen wir noch nicht. (rg)

Herfried Münkler (Humboldt Universität, Berlin) Foto: Stephan Röhl, http://www.stephan-roehl.de
«In einer schnelllebigen Zeit,
in der ‹Eine Meinung haben› allzu leicht mit ‹Ein Argument vorbringen› verwechselt wird,
ist eine Zeitschrift wie der MONAT unverzichtbar, die sich dem gründlichen Bedenken und Durchdenken von Möglichkeiten und Perspektiven politischen Handels verpflichtet fühlt.»
Herfried Münkler, Professor für Politikwissenschaft,
über den «Schweizer Monat»