Schweizer Banken: Gute Gründe für mehr Courage

Steht der Bankenplatz Schweiz vor der Renaissance? – Diese Frage haben wir letzten Sommer gestellt. Klar ist, dass die Schweizer Finanzinstitute weiter unter grossem internationalem Druck stehen, allem voran amerikanischem. Nachdem der grosse Pulverdampf verzogen ist, klärt sich erst einmal die Sicht. Und es stellt sich ernsthaft die Frage: Ist da womöglich ein Wirtschaftskrieg im […]

Schweizer Banken: Gute Gründe für mehr Courage
Marie-Hélène Miauton, photographiert von Catherine Gailloud.

Steht der Bankenplatz Schweiz vor der Renaissance? – Diese Frage haben wir letzten Sommer gestellt. Klar ist, dass die Schweizer Finanzinstitute weiter unter grossem internationalem Druck stehen, allem voran amerikanischem. Nachdem der grosse Pulverdampf verzogen ist, klärt sich erst einmal die Sicht. Und es stellt sich ernsthaft die Frage: Ist da womöglich ein Wirtschaftskrieg im Gange, in dem globale Akteure  mit unlauteren politischen Mitteln Marktanteile auf Kosten ihrer Schweizer Konkurrenten zu gewinnen versuchen?

Die profilierte Publizistin Marie-Hélène Miauton beantwortet die Frage mit einem klaren Ja. Während die Schweiz sich musterschülerhaft internationale Standards zu eigen macht und die Schweizer Behörden an einem «Swiss Finish» basteln, handeln die Banken in Delaware/USA und anderswo weiterhin im rechtsfreien Raum. Miauton zeigt die international praktizierte Doppelmoral auf und bricht in ihrem offenen Brief an die Schweizer Bürger eine Lanze für einen starken Finanzplatz Schweiz. Nicht nachgeben, sondern dagegenhalten – und auf Augenhöhe verhandeln!

Ihr Aufruf für mehr Courage in der Finanzindustrie hat 2012 in der Romandie viel Aufmerksamkeit erregt. Wir finden, dass es ihre Thesen verdienen, auch im deutschsprachigen Raum offen diskutiert zu werden. Deshalb bieten wir eine verdichtete und an einigen Stellen aktualisierte erstmalige Übersetzung in deutscher Sprache. Sie können unsere neuste Sonderpublikation hier als E-Paper lesen oder hier als PDF herunterladen. Und klar – schicken Sie den Brief in die Runde!

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