Es beginnt mit einem Plan für eine Velotour, der aus dem Ruder läuft. Drei Pässe und 3600 Höhenmeter später weiss ich: Um Höhepunkte zu geniessen, muss man sich manchmal zum Leiden zwingen.
Der Widerstandsgeist verdrückt sich, die Wehleidigkeit nimmt zu. Die westliche Wohlstandsgesellschaft steckt in einer Midlifecrisis. Das Gute daran: Man kann ihr auch wieder entkommen.
Jungschwinger des Schwingklubs Zürich.
Bild: Keystone/Christian Beutler.
Während ich aufwuchs wie ein wilder Waschbär, treiben die heutigen Helikoptereltern ihren Kindern die Überlebensfähigkeit aus. Sie werden unselbstständig und ängstlich.
Man darf Kindern etwas zutrauen – etwa, selbstständig die Strasse zu überqueren.
Bild: Pablo Gianinazzi/TI-Press/Keystone.
Damit Kinder resilient werden, müssen Eltern ihnen zutrauen, Herausforderungen zu meistern. Das bedeutet aber nicht, sie mit ihren Problemen allein zu lassen.
Allan Guggenbühl, fotografiert von Akchayan Sivakumar.
Viele Eltern stellen ihren Nachwuchs ins Zentrum und verlangen nichts von ihm. Doch zum Erwachsenwerden gehören auch Frustration, Herausforderungen – und sie überwinden zu lernen
Unserem Wohlstand zum Trotz steigt die mentale Belastung. Dauerstress, Konflikte am Arbeitsplatz und ständige Erreichbarkeit wirken sich negativ aus. Doch es gibt Möglichkeiten, sich dagegen zu wappnen.
Evelyne Binsack auf dem Gipfel des Allalinhorns, zvg.
Der dezentrale Staatsaufbau sorgt für Bürgernähe und einen Wettbewerb der besten Ideen. Doch statt ihre Autonomie zu verteidigen, machen sich die Kantone zu Transferempfängern.
Sich nicht beleidigt fühlen zu müssen, ist zu einem Anspruchsrecht geworden. Das scheint verständlich, ist aber brandgefährlich. Wenn wir Demokratie und Debattenkultur schützen wollen, müssen wir diese Tendenz überwinden.
Wer widerstandsfähig werden will, muss sich was zutrauen. So wie dieser Freerider im Skigebiet Flumserberg. Bild: Keystone/Stefan Hunziker.
Politik und die Medien leben davon, Menschen Angst zu machen. Als Antwort darauf müssen wir die Verantwortung stärken – individuell wie auch institutionell.