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Kinder fürs Klima

Aktivisten verzichten auf Nachwuchs, um den Planeten zu retten. Dabei machen sie einen Denkfehler: Die Welt braucht nicht weniger, sondern mehr Kinder.

Kinder fürs Klima
Zeugen Sie Kinder. Je mehr, desto besser. Bild: Jessica Rockowitz/Unsplash.

 

Auf die «Flugscham» folgt die «Kinderscham». Viele Klimaaktivisten propagieren den Verzicht auf Kinder, um die Umwelt zu retten. Mathias Plüss, Autor des Buches «Weniger ist weniger», formuliert es so: «Das Zauberwort heisst ‹weniger›. Weniger Konsum. Weniger Fleisch (…) Weniger Haustiere, weniger Kinder.» Die demokratische amerikanische Abgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez stellte die Frage, ob es moralisch überhaupt noch vertretbar sei, Kinder zu haben. Die «Birthstrike»-Bewegung verneint diese Frage.

Die Untergangspropheten gehen allerdings von einer falschen Prämisse aus, ähnlich wie Thomas Malthus: Im 18. Jahrhundert prophezeite der britische Ökonom eine grosse Hungersnot infolge des Bevölkerungswachstums. Passiert ist das Gegenteil. Und das ist logisch. Der technische und wirtschaftliche Fortschritt im Zuge der industriellen Revolution hat uns reich gemacht – nicht nur materiell, auch sozial und kulturell. Über Jahrtausende lebte fast die Hälfte der Menschen nicht bis ins Erwachsenenalter. Heute sind es weltweit noch etwa 4 Prozent, in der Schweiz 0,4 Prozent.

Die Befürworter der Kinderlosigkeit glauben, dass der Fortschritt der Menschheit am Ende sei. Verzicht wird als ultimative Lösung im Kampf gegen den Klimawandel propagiert. Aber in Bezug auf Kinder könnte genau das Gegenteil der Fall sein.

Die westlichen Industrieländer haben in den letzten Jahrzehnten enorme Fortschritte im Umwelt- und Gesundheitsschutz gemacht. In der Schweiz sind viele Seen inzwischen zu sauber für die Fische. Auch der CO2-Ausstoss pro Kopf ist deutlich gefallen, obwohl die Wirtschaft konstant wächst. Die Emissionen haben sich vom Wirtschaftswachstum abgekoppelt, wie Andrew McAfee in seinem Buch «More from Less» eindrücklich aufzeigt.

Wollen wir das Problem der Klimaerwärmung lösen, brauchen wir dringend mehr kreative, gut ausgebildete Menschen. Der Weg dazu ist klar: mehr Kinder.

«Lassen Sie sich also nicht von den misanthropischen
Untergangspropheten und Verzichtsheuchlern ins Bockshorn jagen.»

Lassen Sie sich also nicht von den misanthropischen Untergangspropheten und Verzichtsheuchlern ins Bockshorn jagen. Wenn Sie wirklich etwas für die Umwelt tun wollen: Zeugen Sie Kinder. Je mehr, desto besser.

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