«Wer hat Angst vor Gender?», fragt Judith Butler in ihrem neuen Buch. Mit der Frage lenkt sie davon ab, dass ihre linke Identitätspolitik längst selbst in der Defensive ist.
Rolf Hiltl und Kaltërina Latifi im Haus Hiltl in Zürich. Bild: Lukas Leuzinger
Rolf Hiltl führt eine vegetarische Restaurantkette, ist aber gegen eine Vegi-Pflicht. Auch die Literaturwissenschafterin Kaltërina Latifi findet es falsch, anderen die eigene Haltung aufzudrängen – weshalb sie die Schweizer Neutralität hochhält.
In kritischen Bereichen wie Energie darf die Schweiz nicht abhängig sein. Die Fotografie zeigt den Bau der Mapragg-Staumauer in Graubünden 1973. Bild: Arthur Wieser
Die Wohlstandsgewinne der Nachkriegszeit haben unsere Gesellschaft satt und realitätsvergessen gemacht. Doch auf dem globalen Pausenplatz werden die Sitten rauer.
Die Grösse und Effizienz der staatlichen Verwaltung zu hinterfragen, ist weder destruktiv noch populistisch. Im Gegenteil: Gerade die Fähigkeit zu Reformen ist Voraussetzung für das Vertrauen der Bürger in den Staat.
Gesetze sind ein Mittel, um Gewalt durch demokratischen Diskurs zu ersetzen. Dies ignorieren Juristen, die Recht mit Macht gleichsetzen – und damit den Mächtigen in die Hände spielen.
Die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte zu Hassrede schränkt das Recht auf freie Meinungsäusserung unverhältnismässig ein. Das war nicht immer so.
Die Grösse und Effizienz der staatlichen Verwaltung zu hinterfragen, ist weder destruktiv noch populistisch. Im Gegenteil: Gerade die Fähigkeit zu Reformen ist Voraussetzung für das Vertrauen der Bürger in den Staat.
Polemische Bürokratiekritik, wie sie auch im «Schweizer Monat» stattfindet, ist nicht nur unergiebig, sondern auch kontraproduktiv. Ein liberales Plädoyer für die öffentliche Verwaltung.