Urs W. Schoettli

war bis 2009 für die NZZ als Korrespondent in Delhi, Hongkong, Peking und Tokio tätig. Heute ist er Kolumnist und selbständiger Asienberater mit Sitz in Tokio und Mumbai.

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Urs W. Schoettli

(4) Indien und China – setzt Europa die richtigen Prioritäten?

Europas Asienbild ist immer noch von Vorurteilen, Wunschvorstellungen und Modetrends geprägt. Indien ist als Rechtsstaat mit freiheitlicher Information und Kommunikation offener und berechenbarer als China. Beide Giganten bieten nicht nur attraktive Märkte und Produktionsstandorte, sondern sind vermehrt als die Führungsmächte des 21. Jahrhunderts wahrzunehmen, mit denen sich ein intensiverer Austausch für Europa in jeder Beziehung lohnen dürfte.

Grenzenloser Machthunger

Beobachtungen zu Hillary Rodham Clintons Memioren Das weltweite Interesse an den von Ghostwritern verfassten Memoiren ist bemerkenswert. Während sich die breite Leserschaft auf die relativ distanziert rapportierte Lewinsky-Affäre stürzt, sollten politisch Interessierte die aufschlussreichen Passagen nicht übersehen, in denen der Machthunger einer Präsidentschaftskandidatin und ihre rechthaberische Schwarz-Weiss-Malerei dominieren.

Ex occidente luxus

Im Materialismus des Okzidents geht der Lebenssinn verloren Der Okzident hat seine Seele verkauft, da ihm seine Metaphysik und Kultur verlorengegangen ist.
Ihm fehlt, so argumentiert der Autor, das Nebeneinander von materiellem Streben und spiritueller Identität, wie es etwa in den asiatischen Kulturen und Religionen zum Ausdruck kommt.