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In dieser Ausgabe

Editorial

Editorial

Es geht in diesem Heft zur Situation in Deutschland nach den Wahlen nicht nur im engeren Sinn um ökonomische und politische Probleme, sondern um Mentalitäten, die tiefe historische, kulturelle und psychologische Wurzeln haben. Ebenso tief sitzt die Angst vor der Freiheit und vor dem Wettbewerb. Ein offener Produkte-, Finanz- und Arbeitsmarkt, d.h. der Kapitalismus als […]

Dossier «Bedrohung und Behauptung westlicher Werte»

(8) Kein Machtwechsel ohne Mentalitätswandel

Die Hintergründe deutscher Reformunwilligkeit reichen mentalitätsgeschichtlich weit zurück. Die vermeintliche Allzuständigkeit des Staates ebenso wie ein übersteigertes Vertrauen in seine Mittel und Möglichkeiten beginnen schon mit Bismarck. Weimarer Republik und Nationalsozialismus haben das eine wie das andere weitergetragen.

Ludwig Erhard – Staatsmann und klassisch-liberaler Denker

Ludwig Erhard gehört zum kleinen Kreis jener klassisch liberalen Denker, die nach dem Zweiten Weltkrieg einflussreiche Stellungen in westeuropäischen Volkswirtschaften innehatten. Wenn der Übergang von zentral verwalteter Planwirtschaft zu den Regeln und Mechanismen des Marktes damals manchem Nationalstaat gelang, wenn es im Zuge dieser Transformation auch zu einer bemerkenswerten Wiederbelebung klassisch-liberalen Gedankenguts kam, so ist […]

Aktuelle Debatten

Bildung ja – aber welche?

Zu keiner Zeit wurde im «alten Europa» so einvernehmlich über die Notwendigkeit von Investitionen in die Bildung gesprochen wie in den vergangenen Jahren schwachen wirtschaftlichen Wachstums. Die Pisa-Studien und die ihnen gewährte Aufmerksamkeit sind der sichtbare Ausdruck dieser Überzeugung: Wenn koreanische Kinder besser lesen könnten als unsere Kinder, dann schade das unserer Wettbewerbsfähigkeit. Es gelte […]

Die Koalition der grossen Ohnmacht

Die grosse Koalition startet unter schwierigen Bedingungen. Sie schafft den Durchbruch zum mentalen Paradigmenwechsel nur, wenn sie auf schönfärberische Beschwichtigungen verzichtet und den Mut zum Abschied von altvertrauten, aber überholten interventionistischen Gepflogenheiten aufbringt.

Kultur

Zsuzsannas Fenster

Zsuzsanna Gahse wurde auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse als Preisträgerin des Chamisso-Preises 2006 erkoren. Nach einer Einführung von György Dalos drucken wir in der sechsten Folge unseres Fokus «Chamisso-Preis» zwei bisher unveröffentlichte Texte der Autorin.

Der Pressesprecher

Von der Tür aus ging ich schnell auf die vier Mikrophone zu, die mitten im Raum aufgestellt waren. Ich mag Mikro-phone, es ist schön, auf sie zugehen zu können und, noch bevor man stehenbleibt, zu reden zu beginnen. Ich sagte: Natürlich bin ich über einige Entwicklungen erstaunt, und in letzter Zeit habe ich darüber häufig […]

Raunen, Murmeln

Meinen Kranken fand ich im Westtrakt in einem Einbettzimmer, ich stand links neben dem Bett, links von mir das Fenster mit so viel Licht, dass der Kranke bleich aussah, an den Wänden gab es keine Bilder, das Stahlbett und die übrigen Möbelstücke waren rollbar, es war heiss draussen, mittagshell, und jeder Besucher kam ungelegen, in […]

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