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Am Ende eine Plattensammlung

Siebzig Langspielplatten umfasst die Diskographie, die Hansjörg Schertenleibs Roman «Cowboysommer» abschliesst. Walter Roth, genannt Boyroth, hat sie seinem Jugendfreund Hanspeter vererbt. Kennengelernt haben sich die beiden im Sommer 1974, da waren sie siebzehn. Hanspeter erlernt den wenig später aussterbenden Beruf des Schriftsetzers, während Boyroth bei der Post jobbt. Da gibt’s «zwölfhundert im Monat», kein Wunder […]

Experiment of Living

Wer möchte eigentlich nicht in seinem Leben einen Neuanfang wagen? Gewagt hat ihn Hermann Hesse, als er nach dem Ende des Ersten Weltkrieges versuchte, sich nochmals dem «Engel zu stellen». Gewagt haben ihn auch Hugo Ball und Emmy Ball-Hennings, als sie nach der Beendigung des Dada-Experimentes um 1920 in das Tessin zogen. Das experiment of […]

Schrittweise dem Alphabet entlang

Die Anziehungskraft der Kurzgeschichte, die in der Literatur der Schweiz vor allem im Werk Peter Bichsels prominent vertreten ist, gehe «von ihren nicht idealisierten Figuren – Durchschnittsmensch oder Aussenseiter – und der suggestiven, andeutenden Gestaltungsweise aus, also von ihrem strukturbildenden Komprimierungsprinzip», schreibt Leonie Marx, eine Expertin dieser Prosaform, in Walther Killys Literaturlexikon. Die Anziehungskraft der […]

Denn deine Sprache verrät dich

Als sich Simon Petrus daran machte, in der Höhle des Löwen Jesus Christus zu verleugnen, war ihm seine Sprache nicht eben dienlich. «Und über eine kleine Weile traten die hinzu, die dastanden, und sprachen zu Petrus: Wahrlich, du bist auch einer von denen; denn deine Sprache verrät dich.» Simon stammte wie Jesus aus Galiläa und […]

Lakonie schlägt Pathos

Ein schmaler Gedichtband von rund 70 Seiten wird leicht übersehen oder für zu leicht befunden. Die zweite Buchveröffentlichung von Roman Graf ist jedoch alles andere als leicht, weder leicht geschrieben noch leicht zu beschreiben. Es ist auch nicht einfach, den Autor zu loben, weil er sich dem leicht Gefügigen und Gefügten mit Kunstverstand widersetzt. Nur […]

Anrufung der Melancholie

Andreas Neeser könnte ein Minimalist sein. Aus lyrischen Bezügen kommend, monogrammiert er die Welt auch in seiner Prosa. Für die acht Erzählungen in seinem neuen schmalen Band «Unsicherer Grund» beansprucht er gerade einmal hundert Druckseiten. Das kennt man von den prosaschreibenden Lyrikern, dieses Anwenden des lyrischen Prinzips auf Prosatexte, das Vermengen lyrischer Momente mit prosaischer […]

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