Warum Linke mit dem Islam kuscheln
Dass sozialdemokratische Kreise eine Religion der Unterwerfung und der Unterordnung der Frau unter den Mann sekundieren, ist nicht neu, aber für die Zukunft Europas gefährlich.
Geht es nach der SP, sollen muslimische Lehrerinnen an Schweizer Schulen künftig mit dem Kopftuch unterrichten dürfen. Das passt zur SP-Regierungsrätin Jacqueline Fehr, die 2025 in einem NZZ-Interview staatliche Direktzahlungen an muslimische Gemeinschaften gefordert hatte. Zudem will sie den Islam ins Steuersystem der Landeskirchen eingliedern. Diese Ideen gedeihen im gleichen Zürich, in dem Juden auf der Strasse mittlerweile ihre Kippa verbergen, aus Angst vor islamistischen Judenhassern. Antisemitismus beherrscht heute viele europäische Städte. An vielen Schulen gibt es zudem Mädchen, die von ihren Familien gezwungen werden, das Kopftuch zu tragen.
Es ist nicht einfach zu verstehen, wie es nach der marxistisch gefärbten Christianophobie zur Islamophilie der Linken gekommen ist. Warum kuscheln Feministinnen, LGBTQ-Aktivisten und laizistische Kirchengegner mit einer Religion, in der Männer ihre Frauen schlagen dürfen, in der Homosexuelle verfolgt werden und bei der es unter Androhung der Todesstrafe verboten ist, die Religion zu wechseln?
In den letzten Jahren hat sich in den Akademien und Medienhäusern im Sinne der «Postcolonial Theory» offenbar die Überzeugung ausgebreitet, der Westen sei die Quelle allen Übels, besonders die USA und Israel. Hamas, Hisbollah, das Teheraner Mullah-Regime: Durch die rot-grüne Brille erscheinen sie als postkoloniale Widerstandskämpfer, als Opfer eines weissen, rassistischen Kapitalismus.
Auf einer profanen, wahltaktischen Ebene sind Muslime das neue Proletariat des politischen Establishments geworden, fast überall in Europa, aber besonders in Frankreich und England. Das hängt damit zusammen, dass die einheimischen Arbeiter, statt Klassenkampf zu betreiben, lieber eine Familie gegründet haben und bürgerlich wählen.
«Auf einer profanen, wahltaktischen Ebene sind Muslime das neue Proletariat des politischen Establishments geworden»
Gläubige Muslime taugen allerdings wenig als Ersatzproletarier, denn sie werden ihren Glauben zur Gesellschaftsordnung machen, sobald die Mehrheitsverhältnisse es zulassen. Es gibt kein Land, in dem gläubige Muslime die Mehrheit stellen und die staatlichen Gesetze unabhängig von der islamischen Religion bleiben. Das ist keine islamophobe Verschwörungstheorie, sondern Realität.
Ein Europa, das seine Errungenschaften verteidigen will, braucht eine Politik mit dem Mut zur Realität. Eine Politik, die Machtverhältnisse konsequent hinterfragt, unabhängig davon, ob die Macht aus staatlichen, wirtschaftlichen oder religiösen Quellen stammt. Liberalismus und Demokratie sind keine koloniale Erbsünde, sondern eine historisch einmalige Errungenschaft. Wer das nicht sieht und verteidigt, sägt am Ast, auf dem er sitzt.