Alfred Escher (1819–1882), Schweizer Politiker und Eisenbahnpionier, gilt bis heute als Inbegriff von Innovation und Pioniergeist in der Schweiz. Bild: Keystone/imageBROKER/Olaf Krüger.
Persönlichkeiten aus der Wirtschaft haben den Aufbau des Bundesstaats geprägt. Heute sind sie aus dem Parlament weitgehend verschwunden und überlassen die politische Arbeit den Verbänden. Das hat weitreichende Folgen.
Anastasia Hofmann hilft mit ihrem Start-up Kitro, Food Waste in der Gastronomie zu reduzieren. Dabei setzt sie auf viele Daten und künstliche Intelligenz.
Timon Zimmermann, fotografiert von Daniel Wittmer.
Timon Zimmermann hat zwei Start-ups im Bereich künstliche Intelligenz mitgegründet. Er sieht die staatliche Förderung von Start-ups skeptisch. Stattdessen wünscht er sich einen Mentalitätswandel.
Nach dem Scheitern der jüngsten Reform an der Urne fordern Bürgerliche einen Marschhalt bei der zweiten Säule. Linke wollen sie zu einer zweiten AHV umbauen. Beides ist falsch: Gestärkt werden muss das Fundament der zweiten Säule.
Die berufliche Vorsorge ist von der Zeit geprägt, in der sie entstand. Sie muss den Bedürfnissen der heutigen und zukünftigen Gesellschaft angepasst werden.
Dass es bei der Altersvorsorge seit Jahren mit Reformen harzt, ist kein Zufall, sondern liegt an den politischen Anreizstrukturen. Höchste Zeit für eine Schuldenbremse in der AHV.
Das Steuersystem macht es heute uninteressant, zu sparen und mehr zu arbeiten. Werden diese Anreize wieder gestärkt, kann die Altersvorsorge gesichert und der Fachkräftemangel gelindert werden.
Die Forderung der Jungsozialisten ist ein schlecht getarnter Versuch, die eigenen ideologischen Ziele zu erreichen. Dafür gäbe es jedoch einfachere Massnahmen, für die man nicht ein erfolgreiches Modell opfern müsste.
Unsere Gesellschaft hält individuelle Freiheit und Gestaltungsmöglichkeiten hoch. Doch das Vorsorgesystem basiert weiterhin auf veralteten kollektivistischen Normen. Wäre es nicht Zeit, das Dreisäulenmodell vom Kopf auf die Füsse zu stellen?