Der frühere «Schweizer-Monat»-Redaktor Andrea Seaman holt die Free Speech Union in die Schweiz. Die Organisation setzt sich seit ihrer Gründung 2020 durch den Journalisten Toby Young als überparteiliche Organisation für das Recht der Meinungsäusserungsfreiheit ein und schützt gegen Cancel-Culture-Versuche. Mitstreiter von Seaman im Vorstand sind die Professoren Michael Esfeld und Marcel Niggli, die sich beide wiederholt für Meinungsäusserungsfreiheit eingesetzt haben – bekannte Juristen wie Emrah Erken und Markus Zollinger und Journalisten wie Michèle Binswanger oder Dominik Feusi sind in assoziierten Komitees unterstützend mit dabei. Für seine Mitglieder will die Free Speech Union Switzerland (FSUS) Rechtsverteidigung vor Gericht organisieren, politische Lobbyarbeit betreiben und die Öffentlichkeit sensibilisieren. «Union» kann mit «Vereinigung» übersetzt werden kann, aber auch mit «Gewerkschaft» – und so kann man die Organisation auch verstehen: als Interessengruppe für alle, denen Meinungsfreiheit ein Anliegen ist. Als Journalisten wünschen wir der Organisation aus ureigenem Interesse viel Erfolg. (rg)
Versicherung gegen Cancel Culture
Die Redefreiheit erhält in der Schweiz mit der Free Speech Union eine neue Advokatin. Wer sich in seiner freien Meinungsäusserung eingeschränkt fühlt, erhält hier Hilfe.
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Aktuelles
Nun sind die Rechten auch an islamistischen Anschlägen schuld
Nach dem Attentat auf den Christopher Street Day in Berlin attackieren radikale Linke nicht den islamistischen Extremismus, sondern den politischen Gegner. Dahinter steht ein Weltbild, das die Realität den eigenen ideologischen Präferenzen anpasst.
Der Staat ist kein Theologe – warum die Unterscheidung von Islam und Islamismus in die Irre führt
Ob eine Religion «friedlich» ist oder wer den «wahren» Islam vertritt – über solche Fragen streitet Europa seit Jahrzehnten. Doch die Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus ist anmassend und nutzlos, wie Giuseppe Gracia und Lukas Leuzinger im Gespräch erläutern.
Neutralität ist eine politische Taktik, keine Moral
Die Frage sollte nicht lauten, wann es für ein Land moralisch geboten ist, neutral zu sein, sondern wie es der Schweiz gelingen kann, möglichst nützlich und ungefährlich zu sein.
Die Schweiz wiegt sich in falscher Sicherheit
Wir haben unsere Verteidigung de facto ans Ausland delegiert – was aber nur so lange funktioniert, wie die umliegenden Länder politisch stabil sind. Das ist nicht mehr garantiert.