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Qubits für die breite Masse

Terra Quantum will die Quantentechnologie kommerzialisieren und im Markt voll durchstarten.

Illustration von Stephan Schmitz.

Gegründet wurde Terra Quantum von Markus Pflitsch, einem deutschen Quantenphysiker, der seine Forschung am CERN mit seiner 20-jährigen Erfahrung im Investmentbanking verbindet. Er und seine Mitstreiter verfolgen die Vision, mit der Quantentechnologie ein kommerzielles Geschäftsmodell aufzubauen.

Das 2019 gegründete Start-up bietet drei verschiedene Dienstleistungen an: Zum einen programmiert es Quantenalgorithmen für diverse Anwendungsgebiete. Im Investmentbanking können diese beispielsweise bei der Portfolioverwaltung zu erheblichen Kosteneinsparungen führen.

Zum anderen baut Terra Quantum hybride Computer, welche die Technologie von Quanten- und klassischen Computern miteinander kombinieren, um komplexe Rechenprobleme effizienter zu lösen. Die Firma arbeitet an Quantenchips, optimiert klassische Prozessoren und bietet eine Cloud-Plattform an.

Darüber hinaus bietet Terra Quantum auch Sicherheitslösungen an, welche die Daten von Kunden vor zukünftigen Angriffen mit Quantencomputern schützen sollen und sich in bereits bestehende IT-Infrastrukturen integrieren lassen, ohne dass dabei teure Umstellungen nötig sind. Das Team umfasst rund 100 Quantenphysiker und mathematische Physiker. Der Hauptsitz befindet sich in St. Gallen.

Das Unternehmen hat seit seiner Gründung in mehreren Finanzierungsrunden insgesamt rund 86 Millionen US-Dollar eingesammelt, um seine internationale Präsenz weiter auszubauen. Geplant sind Niederlassungen in München sowie im Silicon Valley. In Wien gibt es seit 2022 ein Quantencomputig-Center, welches im Rahmen eines Joint Venture mit dem Computerunternehmen Novarion zustande kam. Zu den Kunden gehören Auto- und Chemieunternehmen sowie Banken, darunter die bekannten Automarken Volkswagen und Honda sowie die spanische Grossbank BBVA.

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