Zum Glück ist die Welt keine Google

«Grauzone» #1

Zum Glück ist die Welt keine Google

Computer überflügeln den Menschen bereits in vielen Disziplinen, bei Google werden wir jedoch für dumm verkauft. Die Möglichkeiten, das zu finden, was wir tatsächlich suchen, sind nach wie vor sehr bescheiden. Wie lassen sich zum Beispiel Bildausschnitte, Inhalte von Videos oder einzelne Töne oder Tonabfolgen verifizieren? 

Umgekehrt ist das Suchresultat deprimierend banal. Es ist eine simple Auflistung. So, als ob es im Internet keine andere Möglichkeiten gäbe, derartiges darzustellen. Hier einige von unzähligen Varianten, wie sich Suchresultate auch noch darstellen liessen: 

http://eyeplorer.com/demo

http://www.wolframalpha.com

http://www.liveplasma.com

http://www.quintura.com

http://www.mnemo.org

 

Wenn wir dank Google nicht immer das finden, was wir suchen, so stolpern wir zumindest über uns selbst. Was paradox erscheint und bei genauerem Hinsehen meint, dass wir erfahren, was wir auch noch sein könnten…denn «ich bin der, zu dem Du Du sagst». Und hier sagt Google «Du» zu mir. Die Suchresultate sind ja bekanntlich aufgrund unseres steten Suchens personalisiert. 

Wenn ich nun «Grauzone» google, dann wirft mir die Suchmaschine als ersten Link die Wikipedia-Seite von «Grauzone (Band)» aus. Und das sicher nur, weil ich zehn Jahre im Musik- und Partybusiness gearbeitet habe. Und zum anderen vielleicht, weil ich mich auch heute noch für Popkultur interessiere. Nach dem Wikipedia-Hinweis zu den drei Einträgen unter «Grauzone» und ein paar Clips der Band folgt dann der Link auf eine Seite, die anonymes Hochladen und Downloaden von Bildern, Clips und anderen Inhalten ermöglicht (auch über die Grenze des Legalen hinaus). Klar wird mir, dass ich offenbar immer wieder zu Themen recherchiere, die in einem rechtlichen Graubereich liegen – das bringt wohl gute Kunstvermittlung mit sich? 

Ich habe mit genau einer Suchanfrage nun drei Dinge über mich erfahren, obwohl ich etwas völlig anderes erfahren wollte. Nun weiss ich leider immer noch nicht, welche Definition es für die Grauzone gibt. Zur Sicherheit liefere ich bald eine eigene Version mit – irgendwann wird Google mich dann ohne Umwege zu mir führen. Hierher nämlich.

Der mit Abstand bekannteste Hit der Band Grauzone heisst übrigens «Eisbär». Gut möglich, dass ich mich hier noch ausführlicher dazu äussere…Stichwort «Klimawandelhysterie»! Und auf was stossen eigentlich Sie, wenn Sie «Grauzone» googeln? Teilen Sie mir ihr Suchergebnis direkt mit, dann bastle ich daraus einen Beitrag für meine Onlinekolumnen.

«MONAT für MONAT
eine sinnvolle Investition.»
Heinz Zimmermann, Professor für Finanzmarktökonomie,
über den «Schweizer Monat»