Zukunft der Freiheit

Warum sie offen ist – und wie sie aussehen könnte

Wir leben in unübersichtlichen Zeiten. Freiheitliche und demokratische Gesellschaften wie die Schweiz sehen sich seit Anbruch des neuen Jahrtausends Herausforderungen gleich auf mehreren Ebenen gegenüber. Für ökonomische Verunsicherung sorgen Schuldenkrisen, zunehmende internationale Abhängigkeiten und Ungleichgewichte, demographische Umwälzungen und nicht zuletzt die disruptive Wirkung der Digitalisierung. Politisch sieht sich die Schweiz wie viele andere Staaten sowohl mit weltweiten Migrationsbewegungen als auch mit einem relativen Machtverlust der westlichen Welt konfrontiert. Extremistische Kräfte im arabisch-muslimischen Raum, aber auch innerhalb Europas, in Russland und in der Türkei stellen eine zunehmend augenfällige Bedrohung für offene Gesellschaften dar. 

Die Schweiz sucht nach Wegen, mit diesen Prüfungen des 21. Jahrhunderts umzugehen. Für Mitglieder freiheitlicher Gesellschaften gilt es einerseits, Unsicherheit und Ambivalenz auszuhalten – und andererseits, die über viele Generationen erkämpfte freiheitliche und demokratische Institutionenordnung hartnäckig zu verteidigen und weiterzuentwickeln. Dabei ist jene Form der Selbstgefälligkeit abzustreifen, die das Feld Ideologen, Identitätspolitikern und Demagogen aller Art überlässt. 

Angesichts dieser Ausgangslage widmete die Max Schmidheiny-Stiftung ihr alljährliches Forum in Bad Ragaz dieses Mal dem Leitthema «Zukunft der Freiheit». Wie in früheren Sommern fanden auch heuer zahlreiche Führungspersönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zusammen, um Grundsatzfragen zu Gegenwart und Zukunft unserer freiheitlichen Ordnung zu diskutieren.

Dieses Dossier bietet Ihnen begleitend die Gedanken herausragender Persönlichkeiten und Autoren zu ebendiesen Fragen, die uns als Staatsbürger wohl ein Leben lang begleiten werden.

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre.

Die Redaktion