Offene Grenzen sind nicht nur wirtschaftlich vorteilhaft für Einheimische und Einwanderer, sondern auch moralisch gerecht. Negative Nebenwirkungen können ohne Einschränkung der Freiheit bewältigt werden.
Zehntausende leben in der Schweiz ohne gültige Papiere. Sie arbeiten, zahlen Sozialabgaben und sind integriert. Die rechtliche Lage steht im Widerspruch zur sozialen Realität. Dass es auch anders geht, hat der Kanton Genf gezeigt – und wird es vielleicht bald wieder tun.
Der Anteil des US-Dollars am Welthandel und an den Zentralbankreserven sinkt. Eine überzeugende Alternative der BRICS-Staaten ist aber noch nicht in Sicht.
In der industriellen Gesellschaft regiert die Norm. Das Bild zeigt die Blocksiedlung Le Lignon in Vernier im Kanton Genf. Quelle: ETH-Bibliothek Zürich, Bildarchiv / Com_F66-08928
Die westlichen Volkswirtschaften wachsen nicht mehr, der klassische Liberalismus steckt in der Krise. Das hat auch damit zu tun, dass Liberale ihr Denken auf wirtschaftliche Fragen verengt haben, sagt Ökonom Samuel Gregg.
Die Schweiz wird nicht von einer einheitlichen Sprache oder Kultur zusammengehalten, sondern von gemeinsamen Werten. Das macht das Land offen für Zuwanderer – wenn sie sich zu ihnen bekennen.
Studio Schweizer Monat #110: Alt Bundesrat Ueli Maurer spricht über seine Rolle in der Coronakrise und sagt, warum ein Hochschulabschluss keine Qualifikation für den Bundesrat ist.
ArbeitsZuwanderung
verursacht «Füllungskosten»: Der Verkehr, hier auf der Autobahn A1 bei Wallisellen, nimmt zu. Bild: Keystone/Gaetan Bally
Die freie Zuwanderung aus der EU erhöht zwar die Wirtschaftsleistung, hat aber vernachlässigte schwere Nebenwirkungen. Sie wird damit zum Motor eines illiberalen Umbaus der Schweiz.
Die EU ist im Geiste Benjamin Constants entstanden, der an die zivilisierende Kraft des Handels glaubte. Doch heute kehren wir zu einer Logik der Macht zurück, die überwunden schien. Das hat auch Auswirkungen auf die Schweiz.