Offene Grenzen sind nicht nur wirtschaftlich vorteilhaft für Einheimische und Einwanderer, sondern auch moralisch gerecht. Negative Nebenwirkungen können ohne Einschränkung der Freiheit bewältigt werden.
In Sachen Denkleistung pro Kopf brillierte die Schweiz bisher. Doch seit den 2010er-Jahren geht’s abwärts mit der Geisteskraft, auch in anderen OECD-Ländern.
Donato Scognamiglio, fotografiert von Ganter Bolzern
Die Pandemie droht das etatistische Denken weiter zu befördern, sagt der Chef der deutschen FDP. Trotzdem sieht er die Aussichten für eine bürgerlich geprägte Regierung besser als vor vier Jahren.
Die westlichen Volkswirtschaften wachsen nicht mehr, der klassische Liberalismus steckt in der Krise. Das hat auch damit zu tun, dass Liberale ihr Denken auf wirtschaftliche Fragen verengt haben, sagt Ökonom Samuel Gregg.
Zehntausende leben in der Schweiz ohne gültige Papiere. Sie arbeiten, zahlen Sozialabgaben und sind integriert. Die rechtliche Lage steht im Widerspruch zur sozialen Realität. Dass es auch anders geht, hat der Kanton Genf gezeigt – und wird es vielleicht bald wieder tun.
In der Pflege oder in MINT-Berufen fehlt es an qualifiziertem Personal. Und die Arbeitgeber haben wenig Interesse, die Stellen attraktiver zu machen – stattdessen holen sie günstige Einwanderer.
Kathrin Amacker und Christoph Häring, fotografiert von Lukas Leuzinger
Aus Sicht des Holzbauunternehmers Christoph Häring kommen zu viele und die falschen Zuwanderer in die Schweiz. Die frühere SBB-Managerin Kathrin Amacker hingegen sieht die Migration als essenziell für den Erfolg des Landes.