Warum eine Unterstiftung gründen?

Ein Erfahrungsbericht

Über viele Jahre hinweg habe ich jedes Jahr eine Summe an verschiedene Organisationen gespendet. Meistens waren die Aktionen spontan, infolge von Werbebriefen oder Gesprächen mit Bekannten. Mir wurde aber auch bewusst, dass es für viele kleinere Stiftungen und ihre Planung entscheidend ist, über einen gewissen Zeitraum hinweg Spenden zu erhalten, was unter den Bedingungen des spontanen Gebens, wie ich es selbst lange pflegte, kaum gewährleistet ist.

Vor einiger Zeit hat mir dann meine Beraterin die Rütli-Unterstiftung vorgestellt. Natürlich, zu Beginn war ich etwas skeptisch, aber ich wollte herausfinden, ob die genannten Vorteile – das Abgeben des administrativen Aufwands einerseits, das Behalten der Kontrolle, was Bestimmung und Regelmässigkeit der Spenden anging, andererseits – überwiegen. Seither haben wir gemeinsam viele wunderbare Projekte unterstützen können. Ich konnte meine gewünschten Anliegen fördern, auch durfte ich stets wählen, ob mein Name dabei genannt wird oder nicht. Das empfinde ich als sehr sympathisch, denn es gibt Projekte in meiner heutigen Wohngegend, die mir am Herzen liegen, bei deren Finanzierung ich aber lieber anonym bleiben will. Am schönsten aber empfand ich es, auf neue Ideen aufmerksam gemacht zu werden, solche, die ich nicht selber entdeckt hätte.

Kürzlich haben wir zusammen eine gemeinnützige Stiftung in der Zentralschweiz besucht, die ich unterstützt hatte. Die Erhaltung der natürlichen Umwelt und der heimischen Tierwelt, die Pflege des kulturellen Erbes und die diesbezügliche Zusammenarbeit mit Schulen waren und sind zentrale Schwerpunkte ihrer Arbeit. Die Geschäftsleiterin dieser Stiftung stellte mir vor Ort ihre Arbeit und Philosophie vor, ihr Engagement beeindruckte mich. Es ist für mich wertvoll mitzuerleben, mit welcher Begeisterung sich Menschen für andere einsetzen. Dies bringt mir Inspiration, Befriedigung und vor allem Bestätigung im Hinblick auf meine Entscheidung, die Unterstiftung gewählt zu haben. Nicht zuletzt habe ich auf diesem Wege das Vertrauen gewonnen, dass mein Geld auch in Zukunft, sogar über mein Ableben hinaus, in meinem Sinne eingesetzt wird.


Aufgezeichnet von Cornelia Wyrsch Klötzel.
Die Stifterin möchte anonym bleiben.

«Der Entkalker fürs Hirn:
Nicht links, nicht rechts –
einfach intelligent!»
Dominik Imseng,
Managing Partner bei smartcut consulting,
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