Der Mann steht blass auf der Bühne, der Saal schwarz bis auf einen geisterhaften, auf ihn gerichteten Lichtkegel. Ich schwitze auf meinem Theaterstuhl. Es ist, wie so oft in diesem Haus, kein Platz leer geblieben. Ich halte die Luft an und starre nach vorne: Wird er es schaffen? Diesen unfassbar langen, dichten Text, ohne Souffleuse und ohne Netz?
Es ist ein Abend Anfang November, viel zu warm für die Jahreszeit, und Daniel Rohr, der Mann auf der Bühne, begrüsst uns drei...