Stresstest.

Das Geheimnis der Widerstandskraft

Alles läuft gut. Und plötzlich kommt der Schlag, das Erdbeben, die böse Überraschung. Individuen trifft der Schock womöglich in Form des Verlustes einer wichtigen Person, exportorientierte Unternehmen in Form einer abrupten Aufwertung des Schweizer Frankens, Gesellschaften in Form einer Umweltkatastrophe.

Einige Individuen und Organisationen können besser mit Krisen umgehen als andere. Sie verfügen über das, was heute unter dem Begriff «Resilienz» bekannt ist: die Fähigkeit, Schocks zu bewältigen, ohne an ihnen zu zerbrechen. Im Vorteil ist, wer bereits schwierige Situationen und Schicksalsschläge überstanden hat. «Was mich nicht umbringt, macht mich stärker» – Nietzsches Worte klingen brutal, werden indes von zahlreichen psychologischen Studien bestätigt: Menschen wachsen am Widerstand.

Solchen Widerständen weichen die meisten von uns gerne aus. Das ist verständlich. Doch der Wunsch nach Luxus und fehlendem Existenzdruck befeuert eine Politik, die mit der Einmischung in alle Lebens- und Wirtschaftsbereiche die Fähigkeit unterminiert, resilienter werden zu können.

Welche Schocks uns in Zukunft treffen werden, wissen wir nicht. Die gute Nachricht lautet: Resilienz ist lernbar. Wir machten uns deshalb auf die Suche nach Menschen, die ihre eigenen Erfahrungen mit dem Bewältigen von Krisen gemacht oder sich intensiv mit dem Geheimnis der Widerstandskraft beschäftigt haben. Ihre Geschichten und Erkenntnisse bieten keine Garantie für das erfolgreiche Bewältigen der nächsten Krise. Aber sie geben wertvolle Anregungen für all jene, die sich auf das vorbereiten möchten, worauf man sich eigentlich nicht vorbereiten kann.

Die Redaktion

Den Widerstand wollen
fotolia
Den Widerstand wollen

Die einen versuchen es mit Fitness, die anderen mit Gehirnjogging: Training ist immer gut, Resilienz aber zuvorderst eine mentale Angelegenheit. Wer widerstandsfähiger werden will, muss also die eigene Psyche stärken. Eine Anleitung.

«Steh auf!»
Rummelsnuff, photographiert von Robert Bartholot.
«Steh auf!»

Ein Mann wie ein Hochseetanker: Seine Oberarme sind aus Stahl, im Maschinenraum dampftʼs – und im Kopf, auf der Brücke, wird stets nüchtern der Kurs bestimmt. Der Berliner Musiker Rummelsnuff hat viel erlebt und weggesteckt. Wie man die Untiefen des Lebens umschifft, weiss dieser Käpt’n deshalb ganz genau.

«Der beste Journalismus ist der,
den man liest, obwohl einen das Thema bis dahin gar nicht interessiert hat.
Beim MONAT passiert mir das ständig.»
Niko Stoifberg, Schriftsteller und Redaktor bei «getAbstract», über den «Schweizer Monat»