Splitter aus der Redaktion

Bürgerkunde mit Thiel  «Monat»-Autor und Bürgerschreck Andreas Thiel gab Fernsehzuschauern in der Sendung «Club» kürzlich eine Lektion in Bürgerkunde. «Das Geld, das ich bezahlen muss, um den ganzen Sozialstaat zu finanzieren, kann ich nicht in mein eigenes Geschäft investieren. Es langt langsam, ich werde quasi vom Staat zum Schaffen geschickt.» Lieber Andreas: stösst du dein […]

Bürgerkunde mit Thiel

 «Monat»-Autor und Bürgerschreck Andreas Thiel gab Fernsehzuschauern in der Sendung «Club» kürzlich eine Lektion in Bürgerkunde. «Das Geld, das ich bezahlen muss, um den ganzen Sozialstaat zu finanzieren, kann ich nicht in mein eigenes Geschäft investieren. Es langt langsam, ich werde quasi vom Staat zum Schaffen geschickt.» Lieber Andreas: stösst du dein urbanes Publikum vorsätzlich vor den Kopf? (RS)

 

Gegen den Lehrermangel

Erhellende Einsichten, jüngst erlangt dank fehlendem Fahrradlicht:

1. Wann die Dämmerung beginnt, entscheidet der Staat; meine Wahrnehmung der Lichtverhältnisse interessiert diesen ungleich weniger als mein Geld.
2. Die Ausleuchtung der Langstrasse ist Sache städtischer Lampen; mein Dynamo hat einzig mein Fahrzeug sichtbarzumachen.
3. Überfahren wäre ich unschön anzusehen.
4. Lehrermangel wäre kein Thema, würde die Polizei ihre Hobbypädagogen in die Schule schicken. (CM)

 

Dichtestressomat

Ist die Schweiz nun gestresst, dicht – oder beides? Kollege David Bauer wollte es wissen und hat mit Hilfe von Daten des Bundesamtes für Statistik den «Dichtestressomat» gebaut. Überraschende Einsicht: Wäre die ganze Schweiz so dicht besiedelt wie Schlossrued AG (78 Prozent Zustimmung zur MEI), so könnten in der ganzen Schweiz nur 2 Millionen Menschen leben. Wenn aber die ganze Schweiz so dicht besiedelt wäre wie Genf (39,1 Prozent Zustimmung zur MEI), dann hätte die aktuelle Bevölkerung immer noch im Kanton Neuenburg Platz. In der ganzen Schweiz könnten so 213,8 Millionen Menschen leben. Verdichten Sie Ihr Wissen unter http://labs.davidbauer.ch/games/dichtestressomat/ (MW)

Möge in diesem Land so viel in Fluss kommen, dass der Bodensee in den Genfersee fliesst (und nicht nur das Reduit bachab geht).

Zitiert aus einer E-Mail unseres hochgeschätzten Korrektors Roger Gaston Sutter an die Redaktion. (MW)

 

THEY TOOK OUR JOBS!

Die «Masseneinwanderungsinitiative» ist angenommen worden. Wir glauben, dass des B-Schweizers Furcht vor ausländischer Konkurrenz hier immerhin wunderbar politisch bewirtschaftet wurde. In der US-amerikanischen Serie «South Park» brachte man sie aber längst noch besser auf den Punkt als im Schweizer-Kampagnen-Begriffs-Handgemenge. Googeln Sie mal «South Park They Took Our Jobs»! (FR/MW)

 

Der Praktikant sagt…

Ein bleibender Eindruck meines achtmonatigen Praktikums beim «Monat»? Das Bewerbungsgespräch mit René Scheu: «Wir haben lange Arbeitstage – dafür keine langweiligen!» «Der ‹Monat› bewegt sich ideologisch auf der Linie von David Hume, Immanuel Kant, John Stuart Mill und Friedrich August von Hayek – haben Sie deren Werke gelesen?» «Sie schreiben in Ihren Unterlagen, Sie seien über den Essay ‹Vergessen Sie die News› von Rolf Dobelli auf den ‹Monat› gestossen – kennen Sie Rolf persönlich?» «Wer beim ‹Monat› arbeitet, muss eine masochistische Ader haben.» Die Scheusche Einstellungsmethodik machte Angst – und neugierig. Zum Glück hat die Neugierde am Ende obsiegt! (SB)

 

«quipp» gewinnt!

«Monat»-Leser kennen sie, die Idee, dass Alltagsdinge mitdenken. In der Oktober-Ausgabe hat Claudio Büttler, Mitgründer, erklärt, wie er Menschen dazu bringen will, ihren Gegenständen eine digitale Identität zu geben. Nun ist das von Büttler mitgegründete Unternehmen quipp an der Lift Conference in Genf mit dem Nuovo Award ausgezeichnet worden. Wir gratulieren. Und sorgen dafür, dass hinter denkenden Dingen weiterhin eigenständig denkende Menschen stehen. (FR)

 

Deutschenfeindlichkeit?

Der norddeutsche Rundfunk NDR 2 wollte nach der Annahme der Initiative gegen Masseneinwanderung durch das Stimmvolk ein paar Dinge von Michael Wiederstein, unserem deutschen Kulturredaktor, wissen. Deutschenfeindlichkeit in der Schweiz? Wiederstein erlebt sie kaum, obschon er hört, dass es sie gibt – häufiger erlebt er aber Landsleute, die jede Nickligkeit auf Nationalitätsunterschiede beziehen. Darf man nicht mal grundlos grummelig sein? Auf die Frage, wie man den Deutschen die nationalkonservative SVP erklären könne, sagte er: «Die SVP ist so eine Art ‹Alternative für Deutschland› mit Mistgabel und Hosenträgern.» (RS)

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