Splitter aus der Redaktion

Summa des Unternehmers Ich habe gerade die Summa des Unternehmers Hans Widmer gelesen – genau, jenes Widmers: McKinsey, Oerlikon-Bührle, Bally, Schweiter. Der Titel: «Das Modell des Konsequenten Humanismus». Keine leichte Kost – es geht um Masse, Evolution, und am Ende steht der «zweckmässige Staat». Einige Aphorismen aus dem Opus: «Die grundlose Überzeugung vom nächsten Gelingen […]

Summa des Unternehmers

Ich habe gerade die Summa des Unternehmers Hans Widmer gelesen – genau, jenes Widmers: McKinsey, Oerlikon-Bührle, Bally, Schweiter. Der Titel: «Das Modell des Konsequenten Humanismus». Keine leichte Kost – es geht um Masse, Evolution, und am Ende steht der «zweckmässige Staat». Einige Aphorismen aus dem Opus: «Die grundlose Überzeugung vom nächsten Gelingen ist ein Wunder – vielleicht ein Stück Selbstbetrug, dessen Erfolg ihn selektiert hat.» «Politisch bedeutet Mündigkeit: Das Individuum versteht die Gesamtinteressen als die eigenen.» «Geben kommt vom Sein, nicht vom Haben.» Wobei der Philosoph nicht zu fragen vergisst: Warum ist überhaupt Seiendes und nicht vielmehr Nichts? (RS)

 


Apéro Suisse!

 

Seit Januar arbeitet die Redaktion unter einem Dach mit der Denkfabrik Avenir Suisse. Die redaktionelle Einsiedelei an der Vogelsangstrasse gehört seither der Vergangenheit an: kaum ein Tag vergeht, an dem die neuen Kollegen nicht hochrangige Gäste zu Gesprächsrunden empfangen, im Kollektiv mit Weisswein anstossen oder vor und nach Podien Schnittchen und Kanapees vertilgen. Dieser lebendige Groove gefällt. Gleichwohl müssen wir ehemaligen SMH-Eremiten uns noch ein wenig an das Modell «Apéro Suisse» gewöhnen. Wir arbeiten (auch) daran. (MW)


MfG, Globi aus Taschkent

 

Aus den Lohnverhandlungen mit einem Autor in spe:

«Für sechzig Schtutz mache ich mir sicher nicht die Mühe, mir etwas auszudenken. Wenn ich mich von meinem gestrigen Suff erholt habe, schicke ich Ihnen aber die Kopie eines Briefwechsels mit Dr. Guy Morin zu. Es geht um die Glanzidee, den ‹Bölimaa› zu globalisieren. Halleluja, der Globi von Taschkent» «Gerne schicken wir Ihnen anstelle der Franken einen Tropfen, denn unser Weinkeller
ist besser bestückt als unsere Schatzkammer.»

«Halten Sie sich bloss nicht zurück, ich sehe mich diesbezüglich mengenmässig als zur Goethe-Liga gehörig – früher vielleicht sogar Edgar A. Poe oder einem der zahlreichen Ir(r)en. MfG, Jonathan Swift» (CM)


Finsterworld

 

Viele Leser erkundigten sich nach dem Vorabdruck aus Frauke Finsterwalders und Christian Krachts Drehbuch zu «Finsterworld» (in der Oktoberaus­gabe) nach einem Schweizer Kinostarttermin. Lang gab es keinen. Seit dem 18. März nun läuft der vielfach ausgezeichnete Film auch in den Schweizer Kinos. Und wer nicht genug bekommen kann: am 17. Mai feiert in Bern das Theaterstück zu Christian Krachts Roman «Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten» Premiere – in einem Steinbruch! (MW)


Ein bisschen Angeberei

 

Zu den Erfolgserlebnissen im Netzwerkgeschäft einer agilen Publikation gehört es, wenn sich die Grossen der Szene persönlich zurückmelden. Namedropping dient dazu, Eindruck zu schinden. Also, seien Sie beeindruckt! Persönliche Rückmeldungen der letzten vier Wochen kamen unter anderen von Daron Acemoglu, Niall Ferguson, Ian Morris, Steven Pinker, Peter Sloterdijk, Hansjörg Wyss und Luigi Zingales. Wir halten Sie auf dem Laufenden. (FR)

 


An apple
a day keeps the doctor away.
A Beethoven or Mozart
a day keeps all these
Psycho-Fuzzies away.

 

Zitiert aus einer E-Mail unseres hochgeschätzten Korrektors Roger Gaston Sutter an die Redaktion. (FR)

 


Josh, Jessica, Lindsey, Isaac, …

 

… ein Kontakt mit der New York Public Library vergrössert schlagartig den amerikanischen Freundeskreis und die Zweifel an der Fortschrittlichkeit der neuen Welt. Ausgangslage: Ich bestelle 20 Scans à 2 $ aus einem Schriftstellernachlass. Verlauf: Ich erhalte 23 E-Mails mit 5 Formularen von 4 Stellen und wochenlang keine einzige Archivale – weil der Bibliotheksscanner defekt ist. Von alternativen Technologien (Photoapparat! Handy­kamera!) will man in NYC partout nichts wissen und die 40 $ nach getaner Arbeit per Scheck
geschickt bekommen. Kosten: 50 CHF. Ausweg: Ich investiere die CHF in eine Flasche,…

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Rolf Dobelli, Bestseller-Autor und Unternehmer,
über den «Schweizer Monat»