Eigentlich geht es uns doch unheimlich gut. Und doch fühlen wir uns manchmal im Alltag gestresst, irritiert oder überrumpelt. In ihrem neuen Buch «Ich denk, ich denk zu viel» (Kein & Aber, 2021) hat Nina Kunz, Kolumnistin des Jahres, 30 sehr persönliche Episoden gesammelt (aufmerksamen «Das Magazin»-Fans mag das eine oder andere Häppchen bekannt vorkommen), die die Desorientierung einer jungen Frau in einer chaotischen Gegenwart auffangen. Es geht um Leistungsdruck und Perfektionismus, Internetabhängigkeiten und Smartphonesucht, Zürich und Berlin oder das Unileben und die Arbeitswelt. Obwohl Kunz ihr Unbehagen aus rein individueller Perspektive und ohne grössenwahnsinnige Zeitgeistanalysen schildert, fühlt man sich bei mehreren Texten unheimlich angesprochen. Die Geschichten machen nicht nur Spass, man lernt sogar noch etwas dabei. Oder wissen Sie bereits, was das koreanische Wort «dabdabhada» bedeutet? (jb)
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Aktuelles
Gute Gesundheitspolitik beginnt dort, wo Interessen offengelegt und Entscheide öffentlich begründet werden
Über Medikamentenpreise wird meist nach bekannten Mustern gestritten. Nötig sind nicht bloss weitere ausgehandelte Kompromisse, sondern begründete Entscheide, die Patientenzugang, Innovation und bezahlbare Prämien zusammenführen.
Der Staat wächst auf unserer Bequemlichkeit
Giuseppe Gracia und Lukas Leuzinger diskutieren darüber, warum der Staat immer grösser wird. Ist der Mensch unfähig zur Freiheit – oder gefangen im «sanften Despotismus»?
Survival in the Wolf World
The rules of global politics are crumbling. Marc Saxer’s timely warning maps the geopolitical forces, ideas, and strategies shaping a harsher new era.
Überleben in der «Weltordnung der Wölfe»
Die Spielregeln der Weltpolitik kollabieren. Marc Saxers Weckruf zeigt, welche geopolitischen Kräfte, Ideen und Strategien die neue Ära treiben.