zum Inhalt

Als der Stabilitäts- und Wachstumspakt 1998/99 in Kraft trat, war die Absicht klar: Der Pakt mit der Defizit- respektive Schuldengrenze von 3 Prozent und 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) sollte die Länder der neuen Europäischen Währungsunion zu einer soliden Finanzpolitik verpflichten. Seither ist er wiederholt revidiert worden. Doch klarer und griffiger wurde er nicht: Das aktuelle «Vademecum» der EU, in dem die Regeln und Verfahren erklärt werden, umfasst über 100 Seiten. Derzeit läuft eine Generalüberholung des seit 2020, Corona sei Dank, ausgesetzten Paktes. Die Kommission schlägt vor, mehr Rücksicht auf länderspezifische Verhältnisse zu nehmen, eine weitere Aufweichung. Die ins Verhältnis zum BIP gesetzten Staatsschulden haben in der Eurozone seit 1996 deutlich zugenommen. Dass die Tendenz nun leicht rückläufig ist, hat weniger mit dem Pakt und mehr mit der Inflation zu tun; sie bläht das nominelle BIP auf, berührt die Schulden aber nicht. Doch das ändert sich nun peu à peu. Ein Vierteljahrhundert lang profitierten die Staaten von sinkenden Zinsen. Mit der Zinswende wird jetzt auch der Schuldendienst teurer.

Unterstützen Sie uns!

Dieser Artikel war frei zugänglich – ermöglichen Sie mit einer Spende den freien Zugang für alle.

Jetzt spenden

Aktuelles

COVID Cover-Up, Nuclear Fear & Innovation

COVID Cover-Up, Nuclear Fear & Innovation

Matt Ridley joins Alex Buxeda to discuss sex, COVID’s lab-leak theory, the West’s turn against nuclear power, renewables’ poor energy returns, cheap energy and the Industrial Revolution, patents and innovation, and his upcoming book, The Rational Pessimist.

Eine Stunde, die Ihnen Beine macht

Eine Stunde, die Ihnen Beine macht

Mit einer Hantelbank und Kurzhanteln haben Sie die wichtigste Ausrüstung bereits beisammen. Mein einstündiges Work-out kombiniert Kniebeugen, Kreuzheben und Wadenheben zu einem soliden Beintraining, das Oberschenkel, Gesäss und Waden fordert.