Ritter des Mondes

Die neue Superheldenserie «Moon Knight» ist spannend und spektakulär, aber überladen.

Ritter des Mondes
Hauptdarsteller Oscar Isaac als bandagierter Superheld Moon Knight. Bild: Disney+

 

Das Filmuniversum der Marvel-Superhelden ist reichlich komplex. Nach bisher 28 Kinofilmen und diversen TV-Serien ist es für Neueinsteiger nicht einfach zu verstehen, was in dieser fiktiven Welt alles möglich und bereits passiert ist.

Die neue Fernsehserie «Moon Knight» von Disney+, die in diesem Universum spielt, ist ebenfalls ziemlich kompliziert. Das aber nicht unbedingt, weil sie viel Vorwissen verlangt, sondern weil die Serie sehr viele Dinge gleichzeitig sein will.

Zunächst stellen die sechs Folgen einen neuen Superhelden vor – Moon Knight, einen bandagierten Rächer mit Selbstheilungskräften. Dieser Held hat eine Verbindung zur altägyptischen Götterwelt, weshalb ein Machtkampf unter diesen Göttern wichtig wird. Im Zentrum stehen dabei der Mondgott Khonshu, die Schutzgöttin Taweret und die Jenseitsgöttin Ammit, die zwar existieren, jedoch menschliche «Avatare» brauchen, um handlungsfähig zu werden.

Die Serie des ägyptischen Regisseurs Mohamed Diab vereint dabei sehr viele Ideen und Genres. Sie will ein Archäologen-Abenteuerfilm sein wie «Indiana Jones», ein Psychothriller um gespaltene Persönlichkeiten wie «Fight Club» und ein Götterkampfspektakel wie «Gods of Egypt». Parallel dazu laufen eine Liebesgeschichte und die klassische Superheldeneinführung. Das ist zwar unterhaltsam, aber auch etwas anstrengend. Besetzt ist die Serie hervorragend – mit Oscar Isaac als Titelheld, Ethan Hawke als Bösewicht und der Stimme von F. Murray Abraham als Gott Khonshu. (dj)

«In der Welt der Fake News
bietet der ‹Schweizer Monat›
Tiefe und Einordnung»
Felix Gutzwiller, Mediziner und Politiker,
über den «Schweizer Monat»