Professorale Fragilität

Die Rassismusexpertin Robin DiAngelo will nicht mit Ayaan Hirsi Ali debattieren.

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Robin DiAngelo ist eine Galionsfigur der identitätspolitischen Linken. Mit ihrem Buch «White Fragility», das die These vertritt, Weisse seien inhärent rassistisch, hat die Soziologieprofessorin einen Bestseller gelandet. Ayaan Hirsi Ali ist ebenfalls Bestsellerautorin, zuletzt mit «Prey»; sie setzt sich kritisch mit dem Islam und der Migrationspolitik auseinander. Es gäbe also einiges, über das sich die beiden Frauen austauschen könnten. Und so hat Hirsi Ali DiAngelo zu einer öffentlichen Debatte über strukturellen Rassismus herausgefordert. Auf einer Website konnten Unterstützer Geld spenden, das im Fall des Stattfindens der öffentlichen Konversation an die Hilfsorganisation Starehe geflossen wäre, welche sich für die Bildung unterprivilegierter Kinder in Kenia einsetzt. Knapp 23 000 Dollar kamen zusammen.

Die Expertin für Weisssein DiAngelo hat aber offenbar kein Interesse, dass dieser Betrag in Kenia ankommt. Sie reagierte bis zum Ablauf der Frist am Freitag nicht auf die Aufforderung Hirsi Alis. Und erwies damit nicht nur den kenianischen Kindern, sondern auch der Debattenkultur einen Bärendienst. (lz)

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