Pensionskasse = Kartenhaus?

Wie solide ist die zweite Säule? Wir bieten eine Standortbestimmung. Eine frische Sicht. Und ein Plädoyer für mehr Fairness.

3-Säulen-Vorsorge-Modell der Schweiz gilt in Europa als vorbildlich solide. Und solide war es auch, als es vor geraumer Zeit konzipiert und umgesetzt wurde. Heute, gut drei Jahrzehnte später, bleibt die Idee einer breiten Abstützung der Vorsorge unverändert umsichtig. Die drei Säulen indes beginnen zu wackeln. Das grösste Problem dabei ist nicht, dass die Politik den Reformbedarf nicht längst erkannt hätte. Sie hat ihn in der Tat erkannt, denn für diese Erkenntnis genügen basale Rechenkompetenzen. Doch weil Reformen stets für den einen oder für die andere schmerzhaft sind – im vorliegenden Fall bedeuten sie im Kern entweder mehr Einzahlungen der Aktiven oder weniger Auszahlungen an die Rentner –, drückt sich die Politik davor, den Leuten reinen Wein einzuschenken.

Nach «Zeitbombe?», «Der mündige Versicherte», «Vorsorgen oder versorgen?», «Realitätscheck für die Schweizer Altersvorsorge» folgt mit «Pensionskasse=Kartenhaus?» das fünfte Spezial zum Thema, das wir zusammen mit der Valitas-Sammelstiftung BVG lancieren.1 Wir verfolgen auch mit dieser Sonderpublikation einen zutiefst aufklärerischen Impetus. Wenn die Politik Verschleierung praktiziert, so sehen wir unsere Aufgabe darin, den Schleier mit Argumenten, Zahlen und Fakten zu lüften.

Diesmal haben vor allem die Jungen das Wort. Denn sie sind es, die nach heutigem Stand der Dinge die Zeche bezahlen dürften. Und sie streichen hervor: Es geht in der beruflichen Vorsorge nicht um Rentenklau an den heutigen Bezügern, wie uns Neunmalkluge weismachen möchten. Es geht um Kapitalklau an den heutigen Bezahlern.

 

Die Lektüre lohnt sich. Garantiert.

Die Redaktion


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