Oh du schönes Schweizerland!

Ferien in der Schweiz: Fünf illustre Reisegefährtinnen und -gefährten begleiten uns auf teils abgelegenen Pfaden zu den schönsten Destinationen.

Oh du schönes Schweizerland!

Mit Franz Kafka ins kühle Nass springen

«Kafka und ich lebten damals des seltsamen Glaubens, dass man von einer Landschaft nicht Besitz ergriffen habe, solange nicht durch Baden in ihren lebendig strömenden Gewässern die Verbindung geradezu physisch vollzogen worden sei. So haben wir später auch die Schweiz durchzogen, indem wir in jedem erreichbaren Seengebiet unsere Schwimmkünste übten.» So erinnert sich Max Brod, Franz Kafkas engster Vertrauter und Reisegefährte, an den glutheissen Jahrhundertsommer 1911, an «Tage der Sonne und aller Herrlichkeiten der Welt». Für die beiden Freunde aus Prag war die Ferienreise in die Schweiz eine Art Flucht aus dem tristen Alltag ihrer Prager Beamtenexistenzen, sie hatten dafür ihren gesamten Jahresurlaub von drei Wochen aufgespart. Beide waren promovierte Juristen und Kafka arbeitete zu jener Zeit als Obersekretär der Prager «Arbeiter-Unfall-Versicherungs-Anstalt». Wiederholt hatte er sich darüber beklagt, dass seine Bürotätigkeit gespenstische Züge trage, allein schon wegen ihres Abstraktionsgrads. Gefahrenklassen, Risikoprozente, Versicherungsbeiträge bestimmten seinen Dienst. Nun aber die Schweiz mit ihren grandiosen Berg-, Fluss- und Seenlandschaften! Luft, Licht, Wärme und vor allem Wasser – wie geschaffen, um den Beamtenstubenstaub von Geist und Körper abzuwaschen. Alle Sorgen, alle Verdriesslichkeiten blieben in Prag zurück, fröhlich wie Kinder seien sie gewesen, notierte Freund Max.

Wo immer die beiden logierten, interessierte sie das Schwimmen am meisten. So auch am Zürichsee, im nicht mehr existierenden Männerbad am Bürkliplatz. In Kafkas Tagebuch ist zu lesen: «Einer am andern. Schweizerisch. Mit Blei ausgegossenes Deutsch. Zum Teil keine Kabinen, republikanische Freiheit des Sichausziehens vor ­seinem Kleiderhaken…» Aber Kafkas Geheimtip wäre wohl Flüelen am Urnersee gewesen, mit eiskalten Wellen und einsamen Ufern: «Schönstes Bad, weil man sich selbständig einrichten konnte. Fischerinnen in weissgelbem Kleid. Einsteigen in die Gotthardbahn. Reuss. Milchgemischtes Wasser unserer Flüsse.»

Am Urnersee kommt den beiden Freunden auch ein grandioser Einfall: ein Reiseführer von Reisenden für Reisende! Bei einem Spaziergang entlang der Uferpromenade diskutieren sie erstmals dieses Konzept einer «Lonely Planet»-Reihe avant la lettre – keineswegs aus reiner Nächstenliebe, sondern im Sinne eines Geschäftsmodells mit dem Potenzial, sie von der Fron des Beamtendaseins zu befreien.

Ihre Idee: eine «Billig»-Reiseführerreihe, «Billig durch Italien, Billig durch die Schweiz, Billig in Paris», mit zahlreichen praktischen Ratschlägen: «Einkalkulierung billiger Tage (Gemäldegalerie) nach teuren Fahrten. Wo bekommt man Freikarten wie ein Einheimischer.» Tatsächlich präsentierte Brod das Projekt nach ihrer Rückkehr dem jungen Verleger Ernst Rowohlt; zur Preisgabe von Details wären die beiden aber erst bereit gewesen nach Überweisung von Vorschüssen; daher kam der «Billig»-Reiseführer bedauerlicherweise über die Konzeptphase nie hinaus.

Tip: Die Badestrände und die Lorelei-Badeinseln direkt beim Reussdelta, einen knappen Kilometer vom Bahnhof Flüelen entfernt.

Mit Hans Christian Andersen in die Unterwelt absteigen

«Die tiefe Einsamkeit zwischen den dichten Wäldern, das wundersame Halbdunkel zwischen Bergen und Tannen hat mich ganz seltsam ergriffen.» Der dänische Märchendichter Hans Christian Andersen landete 1833 ganz unverhofft in der Gegend rund um La Chaux-de-Fonds. Über den Sommer desselben Jahres hatte Andersen sich in Paris aufgehalten, achtundzwanzig Jahre jung, mehr oder weniger mittellos, noch völlig unbekannt. Es wird noch ein paar Jahre dauern, bis ihn seine Märchendichtungen wie «Die Prinzessin auf der Erbse», «Die kleine Meerjungfrau» oder «Das Mädchen mit den Schwefelhölzern» zum Weltliteraten machen. Im besagten Sommer war er noch weit davon entfernt, eher befand er sich in einem Zustand generellen Unwohlseins, vermutlich auch einer Überforderung durch die französische Grossstadt: Da kam das rettende Angebot eines Bekannten, für ein paar Wochen ins neuenburgische Le Locle überzusiedeln, wie gerufen! Und Andersen setzte sich, ohne lange zu überlegen, in eine der überfüllten Postkutschen.

Seine ersten Eindrücke auf dem Weg in den entlegenen Hochjura wird er später einer Figur aus seinem Roman «O. T.» (1837) in den Mund legen: «Es war im August. Laubbäume standen gelb und rot zwischen den dunklen Tannen; Berberitzen und Hagebutten wuchsen inmitten grosser Farne. Die Alpen lagen so schön beleuchtet da, ihr Fuss himmelblau, die Gipfel schneeweiss im klaren Sonnenschein […]. Auf dem Weg, den wir fuhren, schüttelten die Bauern Kastanien von den Bäumen; in grossen schwarzen Trauben hing der Wein.» Ein Märchenland für den Märchendichter!

Aufgenommen wurde der dänische Gast im stattlichen Haus der Uhrmacherfamilie Houriet – Le Locle galt damals schon als Wiege der schweizerischen Uhrenindustrie, eine Erfolgsgeschichte, die im frühen 18. Jahrhundert ihren Anfang nahm und dann im Zuge der Industrialisierung zu voller Blüte gelangte. «Die Bauernhäuser waren so weiss und hübsch, und jedes voll von ­Uhren, wie sie die Leute hier herstellen», bemerkte Andersen. Er zeichnete, schrieb, spazierte und bestaunte Land und Leute. Die allgegenwärtigen Kalkfelsen etwa erschienen ihm wie «Knöchel aus der Erde», ein anderes Mal beobachtete er fasziniert einen kleinen Hirtenjungen, der einen viel zu grossen, altmodischen Frack trug, die Schösse im nassen Gras nachschleifend. Sein Geheimtip führt aber in die Unterwelt: zu den unterirdischen Mühlen von Le Locle, die über mehrere Etagen tief in den Felsen hineingehauen worden sind. Riesige Holzräder wurden vom ­tosenden Wasser angetrieben. Doch Andersen sah weniger die früh­industrielle Funktion und Leistung dieser imposanten Getreidemahlanlage als vielmehr einen weiteren märchenhaften Schauplatz: «Hier stehen Säcke und Kisten mit Mehl. Unter dem Fussboden vernimmt man ein wunderbares Gebrause; noch einige Stufen hinab, und wir müssen die Lampe anzünden, denn hier ist es dunkel. Wir befinden uns nun in einer grossen Wassermühle. Tief unter der Erde braust ein Fluss; oberhalb träumt niemand von demselben. O du wirst diese Mühle lieben, wie ich sie liebe!»

 Tip: Individuelle Besichtigungen der unterirdischen Mühlen mit Audio-Guide: https://www.lesmoulins.ch/de/

Mit Elizabeth Robins Pennell zum Gletscher strampeln

Sie waren «bicycling’s most famous couple», Elizabeth und Joseph Pennell aus Philadelphia, USA.

Was für ein Paar, was für eine Ausnahmeerscheinung im Doppel! Die beiden führten über vierzig Jahre lang eine moderne, künstlerisch ungeheuer produktive Ehe- und Arbeitsgemeinschaft. Sie reisten gemeinsam quer durch Europa, haben geschrieben (sie), gezeichnet und gemalt (er) und ihre detailsatten Reisereportagen in den tonangebenden Magazinen ihrer Zeit veröffentlicht. Dabei handelte es sich nicht um die übliche «Muse und Künstler»-Konstellation, nein, in diesem Paar fanden sich zwei ebenbürtige, sich ergänzende Talente.

Die Pennells waren Seismografen ihrer Zeit, Trendsetter allemal, sie saugten alles auf, was um sie herum geschah, an Neuheiten, an Entwicklungen, und sie trugen selbst massgeblich zu deren Verbreitung bei. Um 1890 war das Fahrrad Attribut der modernen Frau – manche sagten, es habe mehr zur weiblichen Emanzipation beigetragen als alles andere bisher.

«Over the Alps on a Bicylce», das fünfte und letzte Fahrradbuch aus dem gemeinsamen Studio der Pennells, erschien 1898 – und auch in dieser Publikation hatten sie ihr ganzes Können im Umgang mit Schreibfeder, Pinsel und Bleistift eingesetzt. Man ­erfährt in diesem köstlichen Bericht, dass sie oben auf den Pässen jeweils die pneumatischen Bremsen ihrer Fahrräder (die übrigens durchgehend «machines» genannt werden) aufpumpen mussten, dass es aber selbst in Kombination mit Rücktrittsbremse immer noch halsbrecherisch rasant abwärtsging. Oder dass man sich überall in der «Alltagssprache der Alpen» unterhielt, auf Englisch – ein selbstironischer Seitenhieb auf den schon damals überhandnehmenden Tourismus.

Von Realp aus ging es hoch auf den Furkapass: «Die Furka war unser höchster Pass. […]. Es war eine stetige Schinderei durch Staub und Fahrrinnen, ohne jede Veränderung des Berghanges oder der Strasse, die an ihm aufstieg. Wir hatten schon lange die Bäume hinter uns gelassen im Austausch gegen diese monotone Einöde von Felsen, Steinen und Geröll.» Doch dann machte die Strasse einen Bogen, und «nun hatte ich die kühne, wunderschöne Kontur des Berner Oberlandes vor mir, und die Bäche flossen und hüpften in Richtung des Rhonetals, und wir rollten vorsichtig dorthin, wo der Rhonegletscher, ein eingefrorener Orkan, über die Berge fegte […] Touristen starrten den Gletscher durch Operngucker an oder liessen ihn sich von Bergführern zeigen, und ­sobald ich anhielt, bot mir jemand an, mich für einen Franken auf, unter oder über den Gletscher mitzunehmen. […] Es blieb kaum Zeit für Müdigkeit, und wenn ich auch meine schönsten Flüche für die Strasse aufwenden könnte, so bot sie doch Unterhaltung dank abwechslungsreicher Aussichten auf den Gletscher.»

Tip: Nirgends kommt man so bequem und so nah an das ewige Eis heran wie beim Rhonegletscher: www.gletscher.ch inkl. Gletscherlehrpfad, Eisgrotte und Sicht auf den neuen, immer grösser werdenden Gletschersee, ein Mahnmal des Klimawandels.

Mit Ida Hofmann Frischluft und Sonne tanken

Im Herbst 1900 durchstreiften sechs junge Menschen Oberitalien und die Südschweiz, unter ihnen das Liebespaar Ida Hofmann, ­Pianistin, Klavierlehrerin und Autorin, und Henri Oedenkoven, belgischer Industriellensohn. Sie trugen weite Leinenkleider, zähmten das lange, offene Haar mit Stirnbändern und gingen «barfüssig in Sandalen». Es waren die Hippies des Fin de Siècle. Ihr Ziel: Landerwerb im grossen Stil. In Ascona fanden sie, wonach sie suchten: einen verwilderten Weinberg. Und sie hatten die nötigen Mittel, um den Berg gleich zu erwerben, denn sie ­waren zwar Aussteiger, aber aus begüterten Mittelstandsfamilien stammend. Sie planten in dieser damals noch völlig unbekannten Ecke der Schweiz nichts Geringeres, als eine neue Welt zu erschaffen, eine Alternative zur industrialisierten, beschleunigten Gegenwart, die ihnen Leib und Seele zu gefährden schien.

Ida Hofmann war weit gereist, sie sprach sieben Sprachen fliessend und wurde zum Mastermind der geplanten Naturheilanstalt. Ihre Programmschriften widmete sie der vegetarischen und veganen Ernährung, sie enthielten aber auch kühne feministische Appelle: «Bleibet nicht Puppen, sondern werdet Menschen!»

Der Anfang auf dem Monte Verità war hart. Gearbeitet wurde bis zu zwölf Stunden am Tag: Gemüsegärten entstanden, Obst- und Olivenbäume wurden angepflanzt, Hütten aus Holz, Stein und Kalk erbaut. Die Rückkehr zur handwerklichen Arbeit gehörte zum Programm. Entspannung versprachen rhythmische Tänze, hüllenlose Sonnenbäder und die Vorzüge der freien Liebe. Bemerkenswert ist, dass die Gründerinnen und Gründer zwar unkonventionell, aber keineswegs unwirtschaftlich dachten. Ihr Projekt bewegte sich auf dem schmalen Grat zwischen Gesellschaftsutopie und touristischem Erfolgsmodell. Zahlende Kurgäste, das war fast von Beginn weg klar, waren willkommen. Gäste konnten sich in einer der «Lichtlufthütten» einmieten (gut gelüftet, sonnendurchflutet, nach Süden geöffnet) und den Alltag auf dem Monte Verità erleben. Der Wohnkomfort war auf ein Minimum beschränkt, dafür waren im Gemeinschaftshaus Speiseräume, Bibliothek und Spielzimmer zu finden. Verboten waren Alkohol, Tee, Kaffee und Tabak. Selbst Salz wurde gestrichen. Aber nicht alle Kurgäste hielten sich an die Regeln, auf Ausflügen in die umliegenden Dörfer genossen sie scharf gewürzte Salami, Schafskäse und feine Tessiner Weine.

Der Monte Verità entwickelte eine ungeheure magnetische Anziehungskraft. Zu den «Monteveritanern» gesellte sich im Laufe der Jahre ein Who’s who von Intellektuellen und Bohème-Berühmtheiten. Das entging auch Baron Eduard von der Heydt nicht. 1927 erwarb der Bankier das Gelände. In seinem Auftrag errichtete der Architekt Emil Fahrenkamp ein Hotel im Bauhausstil: Die Aussteigerkolonie war zur mondänen Adresse geworden. Wohl war das lebensreformerische Experiment von Ida und Henri nicht von Dauer, doch seine Faszination ist ungebrochen. Es erinnert uns daran, dass die Utopie eines naturnahen, selbstbestimmten Lebens nichts von ihrer Aktualität eingebüsst hat.

 Tip: Zum Museum auf dem Monte Verità gehören die sorgsam ­restaurierten Holzhütten sowie die Casa Anatta mit zahlreichen Originalobjekten aus der Gründerzeit. Ausstellungen. Spazierwege. Restaurant mit Terrasse. www.monteverita.org

Mit J. R. R. Tolkien ins Tal der Wasserfälle wandern

«‹Endlich, hier ist es!›, rief er, und die anderen drängten sich her­an und blickten hinab. Tief unten sahen sie ein Tal liegen. Auf dem Grunde rauschte ein schnell fliessendes Wasser in einem steinigen Bett; Geruch von Bäumen erfüllte die Luft, und vom andern Ufer des Baches auf der entfernteren Talseite schimmerte ein Licht herüber. Niemals vergass Bilbo, wie sie in der Dämmerung rutschend und schlitternd den steilen Zickzackpfad in das verborgene Tal hinuntergelangten.» So schildert Tolkien den Weg nach Rivendell, zu Deutsch Bruchtal, dem Tal der Elben, in «Der Hobbit» (1937), der Vorgeschichte zu Tolkiens noch viel berühmterer Trilogie «Herr der Ringe».

Auf der von Tolkien gezeichneten Mittelerde-Karte liegt ­Rivendell mit dem Fluss Bruinen (in der Sprache der Elben) oder Loudwater, Lautwasser (in der Sprache der Menschen), östlich von Auenland und der Wetterspitze. Noch weiter im Osten ­beginnt der Düsterwald, und im Süden erhebt sich der Pass Caradhras. Rivendell könnte aber, wenn man eine biografische Fährte verfolgt, auch im Berner Oberland liegen, in Lauterbrunnen, dem Tal der Wasserfälle. Denn Tolkien hatte als Neunzehnjähriger – den Schulabschluss und ein Stipendium für Oxford in der Tasche – eine Tour durch die Schweiz unternommen und sich dabei sehr beeindruckt von diesem von Gletschern ausgeschürften Trogtal gezeigt.

Tolkien und sein Bruder Hilary schlossen sich 1911 einer exzentrischen britischen Reisegesellschaft an. Der Abenteuerfaktor war hoch: Die Gruppe trampte, übernachtete mehr als einmal unter Sternenhimmel und kochte das Essen über dem offenen Feuer. Woran das erinnert? Genau, an Bilbo oder Frodo und deren Freunde auf ihren langen und gefährlichen Reisen durch die Landschaften von Mittelerde.

Von der 1911er Gruppe existiert ein Foto: Vor felsigem Hintergrund stehen die wandernden Briten in Knickerbockers, dazu Tropenhelme (!), Nagelschuhe und Alpenstöcke mit Eisenspitzen.

Jahrzehnte später, 1967, schreibt Tolkien an seinen Sohn Christopher: «Ich bin […] froh, dass Du die Schweiz kennengelernt hast, und zwar gerade die Gegend, die ich selbst am besten gekannt habe und die den tiefsten Eindruck auf mich gemacht hat. Die Wanderung des Hobbits (Bilbos) von Bruchtal bis zur anderen Seite der Nebelberge, mitsamt der Rutschpartie den Geröllhang hinunter in die Kiefernwälder, beruht auf meinen Abenteuern im Jahr 1911: dem annus mirabilis voller Sonnenschein, in dem zwischen April und Ende Oktober so gut wie kein Regen fiel […] Wir gingen zu Fuss, mit grossen Bündeln, die wir praktisch den ganzen Weg von Interlaken an trugen, meist über Gebirgspfade (…) Wir schliefen, wo es ging, die Männer oft in Scheunen oder Ställen, denn wir richteten uns nur nach der Karte, vermieden die Strassen und meldeten uns nirgends vorher an […]. Von dem Blick auf die Jungfrau konnte ich mich nur schwer trennen: ewiger Schnee, der in ewigen Sonnenschein eingraviert zu sein schien, und das Silberhorn stand scharf gegen den dunkelblauen Himmel: das Silvertine (Celebdil) meiner Träume.»

Auch das berühmte Silberhorn, jene pyramidenförmige Bergspitze im Jungfraumassiv, wird also zur Inspiration für die «Herr der Ringe»-Topografie: Es ist das Vorbild für den Silberzinnen­gipfel Nebelgebirge, über den Minen von Moria, auf dem Gandalf den finalen Kampf mit dem Balrog austrägt, der in die Tiefe stürzt und einen Teil des Berges mitreisst.

Tip: Zweistündige Wanderung auf dem alten Bergpfad von Mürren hinab nach Lauterbrunnen, mit Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau, über Brücken, vorbei an zahlreichen rauschenden Bächen und Wasserfällen. Viele Rastplätze mit Bänken (Tolkien-Bücher mitnehmen!). Start: Bergstation Mürren, ausgeschildert als «Via Alpina».

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Alexandra Janssen, Ökonomin,
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