Neue Kleider für die «Schweizer Monatshefte»

Neue Kleider für die «Schweizer Monatshefte»

(svr) Die «Schweizer Monatshefte verlieren an Farbe, so könnte denken, wer unser neues «Outfit» betrachtet. Seit ihrem Gründungsjahr, 1921, erschienen die Schweizer Monatshefte über 70 Jahre äusserlich ohne grosse Veränderungen: Auf dem Deckblatt dominierte in wechselnden Nuancen das Gelb.

1993, in einer wirtschaftlich angespannten Zeit und nach einer lebhaften Diskussion über die konventionelle Aufmachung der Zeitschrift, wurde das Format auf A4 umgestellt, ein neues Layout erstellt und das Gelb auf die neu eingeführte Manschette reduziert.

2003 befinden wir uns wieder in einer für alle Printmedien kritischen Phase; die Diskussionen über eine Modernisierung, die Fragen, wie auch ein jüngeres Publikum gewonnen werden und die Zeitschrift wirtschaftlicher werden könnte, flammten erneut auf.

Mit dieser Ausgabe haben wir daher auf eine effizientere Produktion umgestellt und produzieren die Zeitschrift neu auf unserer «Layoutstation» in den Redaktionsräumen. Zudem haben wir die Monatshefte graphisch überarbeitet, das Layout schlichter und gleich-zeitig eleganter gestaltet und die Leserfreundlichkeit erhöht.

Die Manschette fällt weg, das Gelb bleibt als brand und schmaler Strei-fen am Rand erhalten. Dieser erinnert ein wenig an den Rücken eines gebundenen Buches und spielt darauf an, dass wir unverändert den Schwerpunkt auf längere Textbeiträge legen und weiterhin der Tradition verpflichtet bleiben, nicht den flüchtigen Zeitgeist, sondern die langlebigeren Geistesströmungen aufzugreifen.

Schon im Herbst 2002 sind wir dazu übergegangen, in jeder Ausgabe einer Künstlerin oder einem Künstler Gastrecht zu gewähren. Dafür verzichten wir als Textzeitschrift weitgehend auf Illustrationen zu den Artikeln.

Weniger Gelb wird es in Zukunft geben, doch Vielfalt und Qualität der Text- und Bildbeiträge werden den «Schweizer Monatsheften» auch in Zukunft viel Farbe garantieren.

«Der beste Journalismus ist der,
den man liest, obwohl einen das Thema bis dahin gar nicht interessiert hat.
Beim MONAT passiert mir das ständig.»
Niko Stoifberg, Schriftsteller und Redaktor bei «getAbstract», über den «Schweizer Monat»