Mythos: Gewalt

Glauben auch Sie, dass die Welt vor Ihrer Haustür immer unsicherer wird? Oder dass jenseits Ihrer Staatsgrenze Krieg und Terror regieren? Ich freue mich, Ihnen mitzuteilen: Dem ist nicht so. Wir leben stattdessen in der wahrscheinlich friedlichsten Epoche der Menschheitsgeschichte. Und ich sage Ihnen auch, warum.

Mythos: Gewalt
Steven Pinker, photographiert von Henry Leutwyler.

Im Laufe des heutigen Tages erfahren Sie wahrscheinlich von einer schockierenden Gewalttat. Irgendwo in der Welt wird ein Terroranschlag, ein sinnloser Mord oder ein blutiger Aufstand stattfinden – wie beinahe jeden Tag. Vielleicht sogar genau jetzt. Es ist unmöglich, ständig von diesen Katastrophen zu hören, ohne sich zu denken: «Was wird aus dieser Welt?»

Die Frage, die wir uns eigentlich stellen sollten, lautet aber: «Wie schlecht stand es um die Welt der Vergangenheit?»

Denn ob Sie es glauben oder nicht: «gestern» und «damals» ging es nicht friedlicher oder mitfühlender zu. Nein, es war schlimmer. Viel schlimmer. Seit Tausenden von Jahren nimmt die Gewalt zwischen Menschen kontinuierlich ab. Nicht mehr Panzer und Soldaten, sondern Gewaltverzicht und Empathie sind auf dem Vormarsch. Wir haben deshalb das Privileg, heute in der friedlichsten Ära in der Geschichte der Menschheit zu leben.

Natürlich konnten wir zwischenmenschliche Gewalt bis heute nicht gänzlich ausmerzen, auch verlief ihr jahrtausendelanger Rückgang weder besonders zügig noch besonders glatt. Uns kann leider auch niemand garantieren, dass sich der Trend fortsetzt. Aber: eine anhaltende historische Entwicklung in Richtung Frieden ist festzustellen. Sowohl wenn man über Jahrtausende zurückschaut und diese miteinander vergleicht als auch in der jüngeren Vergangenheit, in der es uns möglich ist, Statistiken von Jahr zu Jahr zu analysieren. Der Rückgang der Gewalt lässt sich dabei an Daten zur Kriegsführung ebenso nachweisen wie in Studien zu häuslicher Gewalt an Kindern.

Unsinn, sagen Sie jetzt vielleicht, ich sehe doch die Bilder von Aufruhr und Gewalt täglich im Fernsehen oder in den Zeitungen! Sie sind skeptisch, vielleicht führen meine Ausführungen auch zu ungläubigem Schulterzucken bei Ihnen – oder Ärger über meine Behauptung. Ich verstehe Sie und sage Ihnen: genau da, bei unserer Wahrnehmung, liegt das Problem! Wir Menschen tendieren dazu, die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses mit einem unzuverlässigen Instrument einzuschätzen: mit der Möglichkeit, sich an Beispiele erinnern zu können. Morde und Szenen von Gemetzel prägen sich uns aus diesem Grunde stärker ein als beispielsweise Bilder von Menschen, die «bloss» an Altersschwäche sterben. Es wird immer genug Gewalt geben, um die Abendnachrichten damit zu füllen. Und deswegen wird die Wahrnehmung von Gewalt weiterhin von ihrer Wahrscheinlichkeit entkoppelt bleiben.

Wie gesagt: friedlich geht es auf der Welt nicht zu, friedlicher war es aber nie. Nachweise dafür, dass unsere Geschichte blutiger war als unsere Gegenwart, sind deshalb nicht schwer zu finden. Auch für Sie nicht. Erinnern Sie sich nur einmal an die Völkermorde im Alten Testament, die Kreuzigungen im Neuen, die blutigen Verstümmelungen in Shakespeares Tragödien und in Märchen der Gebrüder Grimm. Oder schauen Sie sich die britischen Monarchen an, die nachweislich ihre Verwandten enthaupteten, oder die amerikanischen Gründer, die sich mit ihren Rivalen im eigenen Garten duellierten. Heute kann der Rückgang all dieser brutalen Praktiken quantifiziert werden. Ein Blick auf die Zahlen zeigt, dass sechs grosse Rückgänge der Gewalt die menschliche Geschichte auszeichnen.1

 

Von der Anarchie zur Zivilisation

Die erste Welle war ein langfristiger Prozess der Befriedung, genauer: der Übergang von der anarchischen Jäger-, Sammler- und Agrargesellschaft, in der unsere Spezies den grössten Teil ihrer Entwicklungsgeschichte verbrachte, hin zu den ersten Hochkulturen, den Zivilisationen mit Städten und Regierungen. Dieser Übergang begann vor etwa 5000 Jahren.

Aber lebten die Naturvölker nicht in seltener Eintracht ohne Leistungsdruck, in unberührter Natur und ohne sich gegenüberstehende Heere von Soldaten?

Über Jahrhunderte spekulierten doch Sozialtheoretiker wie Hobbes und Rousseau, wie gut das Leben in einem «Naturzustand» war. Heute wissen wir es besser. Die forensische Archäologie – eine Art «CSI: Steinzeit» – weist eindrücklich nach, in welchem Ausmass sich die «Naturvölker» gegenseitig die Schädel einschlugen und spalteten. Anhand von bei Ausgrabungen gefundenen Skeletten lassen sich sogar die Zahlen der Enthauptungen und anderer Morde (Pfeilspitzen in den Knochen) schätzen. Der gewonnene Eindruck stimmt in etwa mit dem überein, was Ethnologen in Stämmen wild lebender – also ausserhalb staatlich organisierter Gesellschaften – Naturvölker bis vor wenigen Jahrzehnten beobachten konnten: im Durchschnitt starben in diesen wie in vorstaatlichen Epochen etwa 15 Prozent der Menschen eines gewaltsamen Todes. Im Vergleich dazu nehmen sich die frühesten Staaten beinahe friedlich aus: noch etwa 3 Prozent der Bürger der frühesten Staaten wurden ermordet. Woher der Rückgang? Die Historiker weisen nach, dass Gewalt innerhalb und zwischen Horden und Stämmen häufig nachlässt, wenn ein organisierter Staat oder ein Reich die Kontrolle über ein Gebiet erlangt. Historisch lässt sich das an den Zahlen innerhalb der verschiedenen «Paces» (Pax Romana, Pax Islamica, Pax Brittanica und so weiter) veranschaulichen.

Die ersten Könige hatten keineswegs ein besonders gütliches Interesse am Wohlergehen ihrer Bürger. Aber so wie ein Bauer versucht, seinen Viehbestand davon abzuhalten, sich gegenseitig totzutrampeln oder anderweitig zu dezimieren, so wird ein Herrscher stets nach Möglichkeit versuchen, seine Untertanen vom gegenseitigen Morden und Brandschatzen abzuhalten. Aus seiner Sicht sind gewaltsame Streitereien mit Todesfolge nämlich Totalverluste: Soldaten und Sklaven sind aus Ermordeten nicht zu machen – und Steuern und Abgaben zahlen sie schon gar nicht mehr.

 

Das Mittelalter und die Folgen

Der zweite Rückgang der zwischenmenschlichen Gewalt war ein Zivilisationsprozess, der am besten in Europa dokumentiert ist. Historische Aufzeichnungen zeigen, dass seit dem Ende des Mittelalters in allen europäischen Ländern die Mordrate im Schnitt um Faktor 10 bis Faktor 50 geschwunden ist. Wie sah es vorher aus? Erinnern Sie sich an die Sagen und Berichte über das Leben im Mittelalter: Wegelagerer machten auch die kleinsten Reisen zum Risiko für Leib und Leben, gemütliche Abendessen im Kreise der Familie endeten nicht selten mit aufgeschlitzten Halsschlagadern – und die ungemütlichen Nachbarn wurde man am ehesten los, indem man sie der Hexerei bezichtigte. Mittelalterliche Mediziner spekulierten in Lehrbüchern gar über Techniken für das Züchten menschlicher Nasen – weil sie so vielen ihrer Zeitgenossen zur Strafe abgeschnitten worden waren. Diese Zeiten sind vorbei, glücklicherweise. Historiker schreiben den Rückgang dieser Greueltaten der Konsolidierung eines Flickenteppichs feudaler Gebiete zu. Die kleinen Herrschaftsgebiete gingen im Mittelalter in grösseren Königreichen neu auf, waren gelenkt von zentraler Autorität und geprägt durch eine Infrastruktur des Handels. Die Strafjustiz wurde verstaatlicht, das Plündern, bei dem zuvor Human- wie sonstiges Kapital einfach vernichtet wurde, wich dem Handel, der die Kapitalien mehrte. Zunehmend konnte das menschliche Leben in geordnete Bahnen gelenkt werden: Nachbarn kontrollierten ihre Impulse und versuchten, zusammenzuarbeiten – statt einander zusammenzuschlagen.

 

Die Aufklärung

Die dritte Transformation, manchmal auch die «humanitäre Revolution» genannt, nahm ihren Lauf mit der Aufklärung. Regierungen und Kirchen, die lange vor allem durch die blutige Bestrafung jeglicher Nonkonformisten aufgefallen waren – Verstümmelung, Folter und grausame Hinrichtungsmethoden, wie z.B. Verbrennen, Auseinanderreissen, Ausweiden, Pfählung und Zersägen waren ja auch weiterhin an der Tagesordnung –, sahen sich im 18. Jahrhundert mit der weit verbreiteten Abschaffung der gerichtlich angeordneten Folter konfrontiert, darunter auch das berühmte Verbot der «grausamen und ungewöhnlichen Bestrafung» im achten Zusatzartikel der US-Verfassung. Zur selben Zeit begannen viele Nationen damit, die Liste der Kapitalverbrechen zu verkleinern. Aus hunderten (u.a. Wilderei, Sodomie, Hexerei und Fälscherei) wurden zwei: Mord und Verrat. Auch Duelle, Hexenjagden, religiöse Verfolgungen, Despotismus und Sklaverei wurden verboten.

 

Das 20. Jahrhundert

Nun erreichen wir bereits die jüngere Geschichte. Mit der vierten Transformation, der Erholung von den grossen zwischenstaatlichen Kriegen, die wir seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs sehen, waren schon unsere Eltern gesegnet. Historiker nennen die letzten 70 Jahre manchmal auch den «langen Frieden» – weil er historisch gesehen auch tatsächlich lang ist. Das Klischee, dass das 20. Jahrhundert «das schlimmste der Geschichte» sei, ignoriert dessen ganze zweite Hälfte (und stimmt vielleicht auch dann nicht, wenn man nur die Gewaltopfer der ersten Hälfte ins Verhältnis zur Weltbevölkerung setzt). Heute jedenfalls ist es für uns unvorstellbar, dass es zwischen Italien und Österreich zu handfesten kriegerischen Auseinandersetzungen kommt, ebenso zwischen England und Russland. Aber noch vor wenigen Jahrhunderten lagen diese Grossmächte fast immer im Krieg miteinander: in Westeuropa zettelten Nationen untereinander nicht selten zwei bis drei neue Kriege im Jahr an!

Obwohl es verlockend klingt: die lange Friedensphase seit 1945 kann man nicht einzig der nuklearen Abschreckung zuschreiben. Denn auch alle Nichtnuklearmächte haben ihre Scharmützel untereinander signifikant reduziert. Woher kommt dann also der Rückgang? Politikwissenschafter verweisen auf die zunehmende Ausbreitung der Demokratie, des Handels und der internationalen Organisationen. Alle drei Trends, statistische Belege zeugen davon, reduzieren die Wahrscheinlichkeit von kriegerischen Konflikten. Sie zeigen auch, dass menschliches Leben einen höheren Stellenwert als nationale Grösse oder Pathos erhielt – eine hart erkämpfte Lehre aus zwei Weltkriegen.

 

Der neue Friede

Einen fünften Trend nenne ich den «neuen Frieden» – dies ist unsere Zeit. Seit 1946 haben mehrere Organisationen die Zahlen der bewaffneten Konflikte und ihrer menschlichen Opfer weltweit verfolgt. Die schlechte Nachricht: für mehrere Jahrzehnte wurde der Rückgang der zwischenstaatlichen Kriege von einer gestiegenen Zahl an Bürgerkriegen begleitet. Im Zuge der Dekolonialisierung und grosser staatlicher Umbrüche während und nach dem Kalten Krieg wurden etwa neue, unabhängige Staaten zunächst durch unfähige Regierungen, durch Aufstände oder Unruhen in Frage gestellt, die Supermächte des Kalten Krieges unterstützten beide Seiten dabei mit Waffenlieferungen. Die weniger schlechte Nachricht ist aber, dass Bürgerkriege in der Regel weit weniger Menschenleben fordern als Kriege zwischen Staaten. Und die beste Nachricht ist, dass seit dem Höhepunkt des Kalten Krieges in den 1970er und 1980er Jahren alle Arten kriegerischer Auseinandersetzungen – egal ob in Form von Bürgerkriegen, Völkermorden, Unterdrückung durch autokratische Regierungen oder Terroranschläge – weltweit zurückgegangen sind. Und ihre Opferzahlen sind sogar noch deutlicher gesunken.

Die Rate der gewaltsamen Todesfälle durch direkte politische Gewalt (Krieg, Terrorismus, Völkermord, Warlord-Milizen) entspricht während der letzten zehn Jahre einem beispiellos niedrigen Prozentsatz: nur wenige Hundertstel eines Prozents der Weltbevölkerung werden heute noch Opfer eines Gewaltverbrechens mit Todesfolge. Auch wenn wir diese Zahl vervielfachen, um auch die Dunkelziffer unaufgezeichneter Todesfälle und Opfer von durch Krieg verursachten Krankheiten oder Hunger zu berücksichtigen, würden wir das 1 Prozent nicht überschreiten.

Die unmittelbare Ursache dieses «neuen Friedens» war der Untergang des Kommunismus, der die Stellvertreterkriege in der Dritten Welt durch die Supermächte beendete. Das Abdanken des Kommunismus sorgte auch dafür, dass weitere Völkermord-Ideologien diskreditiert wurden, die für ihre Utopie-Omelette ein menschliches Ei nach dem anderen in die Pfanne klatschten. Zeitgleich verzeichnen wir eine Ausweitung des Tätigkeitsbereichs der internationalen Friedenskräfte, die tatsächlich militärisch den Frieden sichern, statt ihn zu gefährden. Die Nachkriegszeit hat auch eine Kaskade von «rechtlichen Revolutionen» mit sich gebracht, die zu einer wachsenden Abneigung gegen zwischenmenschliche Aggressionen im Kleinen führte. In der entwickelten Welt tauchten Bürgerrechtsbewegungen auf, die mutig gegen Lynchmorde und tödliche Pogrome Stellung bezogen, und die Frauenrechtsbewegung hat es innerhalb weniger Jahre geschafft, die Häufigkeit von Vergewaltigungen, häuslicher Gewalt und Diskriminierung schrumpfen zu lassen. Auch gelang es, die Rechte von Kindern zu stärken: wurden in den 1950ern und 1960ern Kinder in der Schule noch mit dem Zeigestock geschlagen, sind Prügel, Mobbing, körperlicher und sexueller Missbrauch heute in den meisten Ländern sozial geächtete Straftatbestände. Ähnlich wie die Schülerinnen und Schüler können auch Homosexuelle zunehmend aufatmen: die gross angelegten Kampagnen für Schwulen- und Lesbenrechte haben Regierungen in der entwickelten Welt dazu gezwungen, Gesetze zur Kriminalisierung der Homosexualität aufzuheben, und Erfolge erzielt, Hassverbrechen gegen homosexuelle Menschen zu reduzieren.

 

Die drei grossen Friedensstifter: Staat, Handel und Kosmopolitismus

Haben wir der menschlichen Spezies über die Jahrtausende also den Hang zur Gewalttätigkeit abtrainiert? Hat uns die Evolution in Richtung Frieden «erzogen»? Ich glaube nicht. Die Geschwindigkeitsbegrenzung der Evolution – evolutionäre Entwicklungen lassen sich vielleicht über viele Generationen hinweg feststellen, nicht aber während Jahren oder Jahrzehnten – widerspricht dieser These. Viele der oben beschriebenen Verbesserungen sind während vergleichsweise weniger Jahre messbar gewesen, so schnell passt sich kein Lebewesen dem «evolutionären Druck» an: Kleinkinder treten, beissen und schlagen weiterhin, kleine Jungen spielen immer noch gern Krieg, und Menschen aller Altersgruppen zanken und beschimpfen sich wohl auch in Zukunft. Und die meisten von ihnen hegen auch weiterhin Gewaltphantasien und schauen sich gern brutale Filme im Kino an. Wahrscheinlicher ist, dass sich die menschliche Natur stets in einem Widerstreit der Neigungen zur und gegen die Gewalt befinden wird. Abraham Lincoln nannte letztere – Selbstbeherrschung, Einfühlungsvermögen, Fairness und Vernunft – die «besseren Engel unseres Wesens». Die zwischenmenschliche Gewalt ist eben deshalb im Rückzug begriffen, weil die historischen Umstände zunehmend unsere «besseren Engel» begünstigen. Das haben wir vor allem der Idee des modernen Staates zu verdanken; er ist – mit seinem Monopol auf die legitime Anwendung von Gewalt – die offensichtlichste Befriedungskraft der Geschichte. Die ihm eingeschriebene Gewaltenteilung, eine möglichst unabhängige Justiz und Polizei, kann die Versuchungen der Menschen abschwächen, einander anzugreifen und auszubeuten, Rache zu üben oder rücksichtslos zu handeln. So kommt es, dass in unserer Gegenwart alle potentiellen Streitparteien erstmals glauben dürfen, sich auf der Seite der Engel zu befinden.

Dass eine funktionierende Regierung tendenziell für mehr Frieden sorgt, lässt sich anhand der Expansion und Konsolidierung der Staaten (in Stammesgesellschaften oder im mittelalterlichen Europa) anschaulich nachweisen. Wenn wir uns den Film der menschlichen Entwicklung rückwärts anschauen, sehen wir, dass Gewalt vornehmlich dort ausbrach, wo nahezu Rechtlosigkeit herrschte – Sie erinnern sich an den Wilden Westen, an gescheiterte Staaten oder an sizilianische Mafiaclans, die ganze Landstriche unter ihre Kontrolle brachten? –, wo man also nicht rasch die Polizei rufen, gegen Straftäter Anzeige erstatten, sondern bloss Selbstjustiz üben konnte.

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