Monets virtueller Garten

Eine Lichtshow lässt einen das Werk des Impressionisten erleben – auch wenn sie etwas überladen ist.

Monets virtueller Garten
«Monet’s Immersive Garden» in der Lichthalle Maag in Zürich, fotografiert von Lukas Leuzinger.

«Ich will das Unerreichbare. Andere Künstler malen eine Brücke, ein Haus, ein Boot und das war’s. Ich dagegen will die Luft malen, die die Brücke, das Haus, das Boot umgibt, die Schönheit der Luft, die diese Objekte umgibt», hat Claude Monet einst gesagt. Mit seiner Art, die Dinge zu betrachten und auf die Leinwand zu bringen, begründete der französische Maler den Impressionismus. Die Ausstellung «Monet’s Immersive Garden» – eine Reverenz an den üppigen Garten des Künstlers in Giverny, wo einige seiner berühmtesten Bilder entstanden – in der Lichthalle Maag in Zürich lässt einen Monet nicht nur sehen, sondern sein Werk und seine Geschichte mittels Projektionen an Wänden, Boden und Decke erleben. Untermalt von klassischer Musik kann man die Bilder auf sich wirken lassen.

Das könnte man noch besser, wenn sich die Macher der Show mit 3D-Animationen und Spezialeffekten etwas mehr zurückgehalten hätten. Schliesslich sprechen Monets Bilder eine derart starke Sprache, dass ihre Wirkung durch derartige «Unterstützung» nur verwässert werden kann.

Nichtsdestotrotz ist die Show ein Erlebnis. Und wem es zu viel des Virtuellen ist, kann nachher immer noch ins Kunsthaus, um Monets Bilder in echt zu betrachten. (lz)

 «Monet’s Immersive Garden», ab 13. April, Lichthalle Maag, Zürich.

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