Medienkonsum und Kognition

Die Smartphone-Gesellschaft und ihre Auswirkungen.

 

Ein Montagmorgen im Jahr 2020, 7.00 Uhr, in der S-Bahn nach Zürich: Die Peripherie begibt sich auf den Weg in die Stadt zur Arbeit. Der Zug ist rammelvoll, alle Plätze sind besetzt, zahlreiche Pendler sitzen auf den Treppen oder stehen dicht aneinandergedrängt in den Gängen. Im Wagen ist es mucksmäuschenstill: Die meisten Ohren sind verkabelt, fast alle Augen richten sich starr zum hellerleuchteten Screen in der Hand. Hier ein Like, dort ein Retweet: Wieso noch plaudern, wenn man die Reisezeit doch auch mit dem treusten Begleiter der Neuzeit, dem Smartphone, vertreiben kann?

Der Sprung ins digitale Zeitalter hat den Umgang zwischen Menschen radikal verändert. Moderne Kommunikationsmittel wie das Smartphone, soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter sind aus dem Alltag kaum noch wegzudenken. Aus dem einst stolzen Jäger und Sammler ist heute ein stiller, nach vorne gebeugter Sitzer mit technologischer Verlängerung geworden.

Die Smartphone-Gesellschaft ist unübersehbar im Hier und Jetzt angekommen. Doch was sind eigentlich ihre Konsequenzen? Zwar eröffnet uns die stetige Konnektivität zum Internet wie erhofft neue Wissenskanäle, aber macht uns das unter dem Strich klüger oder eher dümmer? Was geschieht im Gehirn eines Internetsüchtigen? Die Autoren dieses Dossiers erklären die Auswirkungen des modernen Medienkonsums auf unsere Kognition. Sie zeigen, wie die Menschheit einen vernünftigen Umgang mit neuartigen Kommunikationstechnologien finden und im Dschungel der digitalen Welt überleben kann.

Unser Vorschlag: Schalten Sie Ihr Handy in den Flugmodus oder legen Sie es wenigstens weit weg von sich, und widmen Sie sich mit ungeteilter Konzentration der vorliegenden Lektüre. Wir wünschen Ihnen viel Vergnügen!

Ihre Redaktion


Für die Unterstützung dieses Dossiers danken wir der Hasler Stiftung.
Redaktionell verantwortlich ist der «Schweizer Monat».

«Jeden Monat frische Denküberraschungen! Eine gehaltvolle und elegant gestaltete Zeitschrift.»
Francis Cheneval, Professor für politische Philosophie,
über den «Schweizer Monat»