Screenshot Netflix

Mal ein Atom-U-Boot shoppen gehen

Wie ein Playboy, ein Gangster und ein Spion ein russisches Atom-U-Boot kauften und an ein Drogenkartell verkauften.

Nach dem Fall der Berliner Mauer war Anfang der 1990er Jahre vieles aus den Fugen. Die 2018 erschienene Doku Operation Odessa von Filmemacher Tiller Russell erzählt davon, wie ein Playboy aus Miami, ein russischer Gangster und ein kubanischer Spion gemeinsam ein Atom-U-Boot in Moskau einkaufen und dann erfolgreich an ein kolumbianisches Drogenkartell verkaufen. Es ist die Geschichte von drei Männern, die rücksichtslos ihre Freiheit ausleben und Business betreiben, bis ihnen dann doch irgendwann das Cali-Kartell und die Drogenvollzugsbehörde DEA Grenzen setzen. Aus einer Zeit, als es noch keine Smartphones gab und man die verrücktesten Dinge einfach durchziehen konnte. Wieso etwa konnte dieses U-Boot überhaupt gekauft werden? Weil nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion Besitz einfach an jene fiel, die zuletzt die Verantwortung dafür hatten. Zu sehen auf Netflix. (rg)

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Die Kollegen beim MONAT wissen,
dass der liberalen Haltung ein Schuss Ironie gut bekommt.»
Rainer Hank, «FAZ»-Kolumnist,
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