Making of 1037

Making of 1037
Stefanie Walter, photographiert von Suzanne Schwiertz.

Endlich Zahlen

Unsere Redaktorin Olivia Kühni mag Essays, Plädoyers und kluge Gedanken, ist aber auch ein grosser Fan von sorgfältiger und demütiger Empirie – gerade in Politikwissenschaft und Ökonomie. Darum war sie begeistert über die Forschung einer Zürcher Professorin. Stefanie Walter weist nach, was seit Jahren behauptet wird: Globalisierung verändert die politischen Präferenzen der Bürger – und zwar je nach Schicht unterschiedlich. Walter hat sich zum Gespräch bereit erklärt, und wir freuen uns über eine weitere neue Gesprächspartnerin im Blatt (ab S. 12).


Dickens trifft Draper

Stanford-Professor Adrian Daub beschäftigt sich wissenschaftlich mal mit dem vierhändigen Klavierspiel im 19. Jahrhundert, mal mit James-Bond-Titelsongs (als «Hymnen des Spätkapitalismus») und dann wieder mit dem popkulturellen Erbe des «Rings des Nibelungen». Kürzlich stattete er unserer Redaktion einen Besuch ab. Dabei stellte sich heraus: der angesehene Kulturwissenschafter ist – wie weite Teile der Redaktion – auch noch passionierter Serien-Gucker! Wir fragten ihn: Was macht eigentlich die aktuellen US-Erfolgsserien so spannend? Was ist ihr erzählerisches Geheimnis? Und: Laufen sie anderen Narrativ-Medien (wie dem Roman oder dem Hörspiel) bereits den Rang bei Autoren und Publikum ab? Daub forschte nach, ab S. 36 gehen seine Antworten auf Sendung. Vorerst gar ohne Cliffhanger.


Schöner scheitern

Scheitern muss man lernen, und der Umgang damit soll mehr sein als seichtes «Aus Fehlern lernen»-Gerede. So sieht das der Philosoph Costica Bradatan. Er ist einer jener Autoren, die nicht im Heft zu haben einer intellektuellen Niederlage gleichkommt. Also haben wir ihn um seinen Text gebeten – trotz der Gefahr einer Absage. Und: es hat geklappt. Deshalb lesen Sie die drei triftigsten Gründe fürs Scheitern ab ab S. 32.


Klüger trinken

Unser Mitarbeiter Florian Oegerli beschloss für die «Nacht des Monats» nicht nur, mit Stefan Zweifel die «Kronenhalle» zu besuchen, sondern auch, ihm bei der Getränkewahl Carte blanche zu gewähren. Der Kritiker enttäuschte nicht und stellte den Abend unter den Geist des Angostura – einer Bitterspirituose, von der Zweifel selbst nicht so recht wusste, woraus sie eigentlich besteht. Was dabei herauskam – und was Zweifel von Mann und Kehlmann hält –, lesen Sie auf S. 64.

«Ein Sprudelbad fürs Hirn!»
Monique Bär, Philanthropin und Gründerin der Arcas Foundation,
 über den «Schweizer Monat»